SPD fordert mehr Corona-Hilfen für Bayerns Partner in Afrika

München (dpa/lby) - Im Kampf gegen die Corona-Pandemie muss Bayern nach Ansicht der SPD-Landtagsfraktion seinen afrikanischen Schwerpunktpartnerländern und Partnerprovinzen besser helfen. SPD-Europasprecher Markus Rinderspacher schlug am Montag in München vor, dass der Freistaat vor Ort ein Krisen-Monitoring und Laborkapazitäten aufbauen sowie eine Impfkampagne vorbereiten sollte.
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Markus Rinderspacher (SPD), Fraktionsvorsitzender im Landtag, nimmt an einer Sitzung teil. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild
dpa Markus Rinderspacher (SPD), Fraktionsvorsitzender im Landtag, nimmt an einer Sitzung teil. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) - Im Kampf gegen die Corona-Pandemie muss Bayern nach Ansicht der SPD-Landtagsfraktion seinen afrikanischen Schwerpunktpartnerländern und Partnerprovinzen besser helfen. SPD-Europasprecher Markus Rinderspacher schlug am Montag in München vor, dass der Freistaat vor Ort ein Krisen-Monitoring und Laborkapazitäten aufbauen sowie eine Impfkampagne vorbereiten sollte. Zudem gehe es um Nahrungsmittelhilfen und um Unterstützung mit administrativer sowie medizinischer Expertise. Bayern unterhält Partnerschaften zu Äthiopien, Tunesien und dem Senegal sowie zu den südafrikanischen Partnerprovinzen Westkap und Gauteng.

Rinderspacher verwies in dem Kontext auf eine Modellstudie der Weltgesundheitsorganisation WHO, nach der sich in Afrika innerhalb eines Jahres rund 22 Prozent der Bevölkerung mit dem Coronavirus anstecken könnte. Insgesamt rechnen die Forscher demnach mit 166 bis 275 Millionen Infizierten im ersten Pandemiejahr. Die Vereinten Nationen rechnen mit Einkommensverlusten von rund 220 Milliarden US-Dollar für Entwicklungs-und Schwellenländer in Folge der Pandemie.

Rinderspacher verweist zudem darauf, dass es etwa in Äthiopien mit einer Einwohnerzahl von rund 100 Millionen Menschen nur etwa 150 Intensivbetten gebe. "Bayern muss sich seiner besonderen Verantwortung bewusst sein". Bayern sollte Know-how bereitstellen und einen Beitrag zur medizinischen Grundversorgung leisten.

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