SPD fordert Glyphosat-Verbot für Bayerns Felder

Ob Glyphosat nun krebserregend ist oder nicht, allein die Möglichkeit veranlasst die Landtags-SPD ein Verbot des Pestizids auf bayerischen Feldern zu fordern.
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Die Weltgesundheitsbehörde warnt: Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat könnte Krebs verursachen.
dpa Die Weltgesundheitsbehörde warnt: Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat könnte Krebs verursachen.

Ob Glyphosat nun krebserregend ist oder nicht, allein die Möglichkeit veranlasst die Landtags-SPD ein Verbot des Pestizids auf bayerischen Feldern zu fordern.

München - Das möglicherweise krebserregende Unkrautbekämpfungsmittel Glyphosat sollte nach Ansicht der SPD sofort auf den Äckern des Freistaats verboten werden. "Es darf nicht sein, dass ein, wie die Weltgesundheitsorganisation bestätigt, wahrscheinlich krebserregendes Gift weiterhin auf Bayerns Feldern eingesetzt wird", erklärte der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Markus Rinderspacher am Sonntag. Die Staatsregierung sei jetzt in der Pflicht, sich für ein Verbot einzusetzen. "Alles andere wäre fahrlässig."

Hier finden Sie Fragen und Antworten des Agrarministeriums zu Glyphosat

Glyphosat ist einer der weltweit am meisten eingesetzten Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln. Zu der Einschätzung, dass es wahrscheinlich krebserregend ist, kam die Internationale Krebsforschungsagentur. Die Behörde der Weltgesundheitsagentur (WHO) hatte zuvor zahlreiche Studien ausgewertet. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) war in seiner jüngsten Bewertung dagegen zu dem Schluss gekommen, bei richtiger Anwendung sei kein Krebsrisiko für den Menschen zu erwarten.

Das deutsche Institut hat die Federführung beim EU-Zulassungsverfahren für Glyphosat. Die Zulassung von Glyphosat in der EU läuft zum Jahresende aus. Derzeit wird das möglicherweise krebserregende Mittel mit Blick auf eine Wiederzulassung überprüft.

 

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