Söder: RKI muss "grünes Licht" für Bundesliga-Neustart geben

Das Robert Koch-Institut (RKI) muss dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) zufolge "sein grünes Licht" für den Neustart der Fußball-Bundesliga geben. "Wir brauchen die Expertise des Robert Koch-Instituts", sagte der 53-Jährige am Dienstag in den ARD-"Tagesthemen".
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Markus Söder, der Ministerpräsident von Bayern. Foto: Sven Hoppe/dpa-Pool/dpa
dpa Markus Söder, der Ministerpräsident von Bayern. Foto: Sven Hoppe/dpa-Pool/dpa

Berlin - Das Robert Koch-Institut (RKI) muss dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) zufolge "sein grünes Licht" für den Neustart der Fußball-Bundesliga geben. "Wir brauchen die Expertise des Robert Koch-Instituts", sagte der 53-Jährige am Dienstag in den ARD-"Tagesthemen". "Es müssen klare Geisterspiele sein, der Personenkreis muss klar kontrollierbar sein. Es muss auch dafür gesorgt werden, dass vor den Stadien auch nichts stattfindet."

Einen "Blankoscheck" für die Clubs "nach dem Motto, egal was passiert, es findet statt", werde es "natürlich nicht geben". Das Konzept der Deutschen Fußball Liga für den Neustart stehe "natürlich unter Bewährung", sagte Söder, die Lage müsse dann "von Spieltag zu Spieltag" beobachtet werden. RKI-Vizepräsident Lars Schaade hatte sich zuvor skeptisch zu dem Ligaplan geäußert, die Fußball-Profis ständig auf das neuartige Coronavirus testen zu lassen.

Gemeinsam mit seinem nordrhein-westfälischen Amtskollegen Armin Laschet (CDU) hatte Söder am Montag den 9. Mai als möglichen Termin für die Wiederaufnahme der Bundesliga ins Spiel gebracht. Das Bundesinnenministerium ist dagegen der Auffassung, dass noch kein konkreter Termin genannt werden solle. "Das Bundesinnenministerium ist weder rechtlich noch gesundheitspolitisch zuständig", sagte Söder.

"Letztlich muss das Robert Koch-Institut und der Bundesgesundheitsminister (Jens Spahn) da sein Go geben. Er hat - so habe ich das vernommen - gesagt, er hält es für möglich", sagte Söder auch mit Blick auf die Testkapazitäten. "Wenn das Robert Koch-Institut beziehungsweise der Bundesgesundheitsminister das für vertretbar halten, wenn die Gesundheitsämter vor Ort das für vertretbar halten. Dann würde ich es auf Bewährung wagen."

Der Fußball, meinte Söder, könne "viel dazu beitragen, durch diese schwierige Zeit zu kommen". Die DFL will am Donnerstag das weitere Vorgehen beraten. Die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel konferieren am 30. April - dann könnte auch eine Entscheidung über einen möglichen Neustart-Termin im Mai fallen.

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