Söder: EU-Parlament muss US-Abkommen schnell ratifizieren

Die neuste Forderung aus Washington sorgt in Deutschland für tiefe Sorgenfalten. Ist das Handelsabkommen schon obsolet bevor es überhaupt gilt? CSU-Chef Söder sieht nun Brüssel in der Pflicht.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Das EU-Parlament muss jetzt handeln und schnell das Handelsabkommen mit den USA ratifizieren, findet CSU-Chef Söder. (Archivbild)
Das EU-Parlament muss jetzt handeln und schnell das Handelsabkommen mit den USA ratifizieren, findet CSU-Chef Söder. (Archivbild) © Sven Hoppe/dpa
Erding

CSU-Chef Markus Söder fordert vom EU-Parlament mehr Tempo bei der Ratifizierung des Handelsabkommens mit den USA. Es sei jetzt sehr "wichtig, dass Europa handelt. Denn Europa ist für die Zollpolitik zuständig", sagte der bayerische Ministerpräsident am Rande eines Termins in Erding bei München. "Das heißt vor allen Dingen, dass das Europäische Parlament endlich das ratifiziert, was die Kommission eigentlich schon im letzten Jahr ausgehandelt hat. Das ist doch die Realität." 

Darüber hinaus gelte es zu klären, ob die neuen Zollandrohungen aus den USA eine Reaktion auf die europäische Nichtumsetzung seien oder "ob es darüber hinaus geht", betonte Söder, der am Dienstag mit seinem Kabinett nach Brüssel reisen wird. Dort soll es bei den geplanten Gesprächen auch um die US-Zollpolitik gehen.

EU-Handelsabkommen mit den USA erst wenige Monate alt

Im August 2025 hatten sich US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) in einem Rahmenabkommen auf eine Zollobergrenze von 15 Prozent auf die meisten EU-Warenimporte in die USA geeinigt. 

Auch für europäische Autos und Autoteile sollte der Satz gelten. Trump kündigte aber am Freitag an, er wolle Zölle auf Autos und Lastwagen, die aus der EU in die USA eingeführt werden, von kommender Woche an auf 25 Prozent erhöhen. Er begründete das damit, dass sich die EU nicht an das vereinbarte Handelsabkommen halte.

Söder: "Letztlich ist das alles unglaublich anstrengend"

"Letztlich ist das alles unglaublich anstrengend, wenig hilfreich und wenig zielführend", sagte Söder. "Darum auch mein Appell, dass wir versuchen, mit den Amerikanern im Dialog zu bleiben, so schwer, dass einem manchmal auch fällt und so sehr es einen auch mal nerven kann."

Da die bayerische Wirtschaft sehr exportorientiert ist und mit den USA einen sehr engen Handelskontakt pflegt, dürften die höheren Zölle hierzulande besonders schwer wiegen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.