So reagiert die bayerische Wirtschaftsvereinigung auf den AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt

vbw-Chef Bertram Brossardt nennt den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt erschreckend – und stellt Forderungen an die Bundesregierung.
von  AZ/dpa
Bertram Brossardt sieht in der AfD eine Gefahr für die deutsche Wirtschaft. (Archivbild)
Bertram Brossardt sieht in der AfD eine Gefahr für die deutsche Wirtschaft. (Archivbild) © Tobias Hase/dpa

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) hat sich betroffen vom Wahlsieg der als rechtsextrem eingestuften AfD in Sachsen-Anhalt gezeigt. vbw-Geschäftsführer Bertram Brossardt nannte das Ergebnis "erschreckend". "Diese Entwicklung muss alle wachrütteln", sagte er. 

"Die AfD schadet massiv den Unternehmen in Deutschland und in Bayern. Sie gefährdet Arbeitsplätze und steht den Zukunftsinteressen unseres Landes diametral entgegen", betonte er. "Die Propaganda der AfD gegen die EU und den Euro, die über weite Strecken pro-russische Haltung sowie das insgesamt nationalstaatliche, undemokratische Denken der Partei stellen unser erfolgreiches Wirtschaftsmodell, auf dem unser Wohlstand beruht, infrage."

Brossardt fordert bessere Wirtschaftspolitik

Aus Sicht Brossardts ist es "unerlässlich, dass die Parteien der Mitte das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen". Er forderte darum "eine bessere und konsequentere Bundespolitik und insbesondere Wirtschaftspolitik", um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu stärken. 

CSU-Chef Söder spricht von einer "Denkzettelwahl" in Sachsen-Anhalt. (Archivbild)
CSU-Chef Söder spricht von einer "Denkzettelwahl" in Sachsen-Anhalt. (Archivbild) © Sven Hoppe/dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte den deutlichen AfD-Wahlsieg zuvor als historischen Einschnitt bezeichnet. "Zunächst mal muss man da schon durchschnaufen", sagte der CSU-Chef dem Radiosender Bayern 2. "Das ist eine echte Zäsur und ein Stück weit auch ein Epochenbruch."

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