Ski-Saison auf Münchens Hausbergen - ein Überblick

Warum in die Ferne schweifen – oder wedeln? Dahoam ist es doch am schönsten. Die AZ zeigt, wo es etwas Neues gibt, was die Tagespässe hier kosten und welche Lifte schon laufen.
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Raus aus der Stadt, rauf auf die Bretter: Auf geht's zum Schifoan dahoam - wie hier auf der Zugspitze bei Grainau.
Karl-Josef Hildenbrand/dpa-Archivbild Raus aus der Stadt, rauf auf die Bretter: Auf geht's zum Schifoan dahoam - wie hier auf der Zugspitze bei Grainau.

Warum in die Ferne wedeln? Dahoam auf den Münchner Hausbergen ist es doch am schönsten! Die AZ zeigt, wo es etwas Neues gibt, was die Tagespässe kosten, welche Lifte laufen.

München - Die Ski-Saison auf den Pisten rund um München hat begonnen. An der Zugspitze war die Saisoneröffnung zunächst wegen der anhaltenden Föhnlage verschoben worden. Mittlerweile laufen die Sesselbahnen und auch der Schlepplift Weißes Tal und die Abfahrten 2 und 3 gingen in Betrieb.

Die vor nicht einmal einem Jahr eröffnete Seilbahn zur Zugspitze läuft allerdings noch nicht: Bei einer Routineübung war im Herbst ein Bergekorb auf eine der beiden Seilbahnkabinen gerauscht, es entstand Millionenschaden.

Ein Vierteljahr nach dem Unfall ist die neue Kabine angekommen. Die komplett neu angefertigte Kabine stehe an der Talstation in Grainau, teilte die Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn, Verena Lothes, mit. Mit einem Autokran sollte sie im Laufe des Tages ans Seil gehängt werden. "Sobald sie fahrbereit ist, werden wir anfangen, unsere Probefahrten zu machen."

Skisaison-Pass kostet 410 Euro

Ski und Rodel gut, heißt es jetzt vielerorten. Wie viel kostet das Wintersportvergnügen in dieser Saison? Der Alpen Plus Skipass- und Bergbahnenverbund, zu dem Brauneck, Wallberg, Spitzingsee-Tegernsee und Sudelfeld gehören, teilt mit, dass das Kombi-Ticket - es beinhaltet neben dem Skipass die Hin- und Rückfahrt zum Skigebiet mit der Bayerischen Oberlandbahn sowie den Bustransfer vom Bahnhof zur Talstation - heuer 49,90 Euro kostet.

Der Skisaison-Pass ist für 410 Euro zu haben. Wann alle Lifte laufen, hängt vom Wetter ab, vom Schnee und der Kälte, sagt Antonia Asenstorfer von den Alpenbahnen der AZ. Der Blick auf die Pisten...

 


Ski über die Schulter, los geht's! Fotos: dpa (2), Leitner ropeways (1), Dietmar Denger (2)
 

Skigebiet Garmisch-Cassic: Die Lifte laufen

Im Skigebiet Garmisch-Classic fahren die Lifte. Talabfahrten seien aber noch nicht möglich, teilt die Zugspitzbahn Mitte Dezember mit. Inzwischen sind Lifte und Pisten am Oberstdorfer Fellhorn und in Bolsterlang in Betrieb, auch am Allgäuer Nebelhorn und in Balderschwang ging es am 16. Dezember los. Am Großen Arber im Bayerischen Wald haben die  sechs Lifte und 15 Pistenkilometer ab dem 21. Dezember geöffnet, hieß es.

 


So soll die Talstation der neuen Bahn einmal aussehen.

 

Neue Sesselbahn am Brauneck

Aus Altersgründen hat der Betreiber der Lifte im Finstermünzkessel am hinteren Brauneck vergangenes Jahr verkauft. Der neue Inhaber, die Brauneck- und Wallbergbahnen GmbH, will die alte Finstermünzbahn durch eine moderne Sechser-Sesselbahn ersetzen, teilte Alpen Plus mit. Beheizte Sitze und ein verstellbares Förderband für den Einstieg von Kindern soll die Anlage dann haben und in der Stunde 2.400 Personen nach oben befördern. Der Baubeginn ist für April/Mai 2019 geplant.

In diesem Winter stehen sieben Ski- und Snowboardschulen und drei Kinder-Areale offen. Die Kabinenbahn zum Panoramarestaurant fährt bereits seit 2. Dezember.

Das kostet der Tagesskipass: 38 Euro für Erwachsene, 20 Euro für Kinder. Der Happy-Hour-Pass ab 14.30 Uhr ist für 20 Euro (Kinder 7,50 Euro) zu haben. Besondere Veranstaltungen: Das Münchner Schneefest findet am 17. März 2019 am Jaudenhang statt. Für Familien gibt es einen Funpark, Biathlon- und Speedrennen. Informationen unter www.wintersport- muenchen.de.
 


Der Funpark am Sudelfeld ist ein Höhepunkt für Freeride-Fans.


Action auf dem Sudelfeld

Im größten zusammenhängenden Skigebiet Deutschlands stehen alle Zeichen auf Zukunft, teilt Alpen Plus mit. Besonders stolz ist man auf die im Dezember 2017 eröffnete neue Achter-Sesselbahn Sudelfeldkopf. Sie befördert 3.500 Gäste in der Stunde und gilt damit als eine der schnellsten Sesselbahnen des Landes. Seit dem Wochenende sind Sesselbahnen, Wedellift, Wallerlift und der Schwebelift Bayrischzell in Betrieb.

Einzigartig am Sudelfeld ist die im Winter vor zwei Jahren neu eröffnete Actionwelt mit Snowpark und Freeridecross. Wer Profis einmal live beim Training sehen will, kann hier Glück haben. Wie Alpen Plus mitteilt, schwingt sich etwa der 15-jährige Bayrischzeller David Zehentner aus dem Nationalmannschaftskader hier regelmäßig nach der Schule auf die Skier.

Das kostet der Tagesskipass: 39 Euro für Erwachsene, 19 Euro für Kinder. Der Happy-Hour-Pass ab 14.30 Uhr ist für 16 Euro (Kinder acht Euro) zu haben. Nach dem Kinderfreifahrtag zur Eröffnung ist für den 20. Januar 2019 ein Schnuppertag für Familien in der Actionwelt geplant. Bei einem Frühjahrs-Happening am 3. März 2019 können Interessierte einen Blick hinter die Kulissen werfen. Weitere Infos: www.sudelfeld.de
 


Überm Schliersee liegt das Skigebiet Spitzing.


Spitzing? Jetzt sogar ausgezeichnet!

Das Prädikat "geprüftes Skigebiet" der Stiftung Sicherheit im Skisport und die Auszeichnung Testsieger 2018 in der Kategorie "Geheimtipp: weltweit führendes Skigebiet bis 20 Kilometer" von skiresort.de: Diese beiden Auszeichnungen konnte das Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee vergangenen Winter einheimsen. Das Gebiet lockt sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene sowie Familien und ist für Adrenalin-Freunde genauso geeignet wie für Genuss-Fahrer. Wer sich erst abends auf die Bretter schwingen mag, hat hier donnerstags und freitags ab 18.30 Uhr die Gelegenheit bei der Flutlicht-Abfahrt.

Seit dem Wochenende laufen Sesselbahnen, Kurven- und Kyra-Lift durchgehend. Neu ist, dass der Snowpark an der Unteren Firstalm ab kommendem Winter einem breiteren Publikum dienen soll. Wie Alpen Plus mitteilt, wird das Konzept neu gestaltet. Ziel sei es, eine Spaßpiste mit einfacheren Sprüngen zu bauen.

Das kostet der Tagespass: 36 Euro für Erwachsene, 17 für Kinder. Der Happy-Hour-Pass ab 14.30 Uhr ist für 14 Euro (Kinder sieben Euro) zu haben. Aktuelle Informationen gibt es unter www.alpenbahnen-spitzingsee.de.
 


Eine der längsten Rodelbahnen Bayerns ist die am Wallberg.


Naturrodeln mit Anspruch und Aussicht am Wallberg

Freilich, Schifoan is des leiwandste, singt Wolfgang Ambros jeden Winter wieder, aber es gibt noch andere Wintersportarten, für die sich die Münchner Hausberge gut eignen: zum Beispiel Rodeln. Mit rund 6,5 Kilometern Länge ist die Naturrodelbahn am Wallberg die längste in ganz Deutschland. Aber Obacht: Für Kleinkinder ist diese Abfahrt nicht geeignet, sie ist sportlich-anspruchsvoll.

Immer wieder kommt es zu Unfällen am Wallberg - zum einen durch Unachtsamkeit, zum anderen deshalb, weil sich Schlittenfahrer falsch einschätzen. Daher sind festes Schuhwerk, Winterkleidung, Helm und Schneebrille ein Muss auf dem Rodel, den man sich auch ausleihen kann. Die Bahn ist aktuell nicht in Betrieb, weil die Schneedecke noch nicht ausreicht. Und die nicht präparierte Skipiste über Erlen- und Glaslhang ist traditionell nur für versierte Skifahrer und Snowboarder geeignet.

Das kostet der Tagespass: Am Wallberg gibt es keine Tageskarte, sondern Berg- und Talfahrten. Die kosten für Erwachsene 20, für Kinder zehn Euro. Zwei Fahrten für Rodler hinauf kosten genauso viel. Aktuelle Infos: www.wallbergbahn.de

Lesen Sie hier: Skisaison 2018/19: Gebiete, Pisten, Lifte - Die Neuheiten

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