Schwarz-grüne Augsburger Koalition bereits in Bedrängnis

Augsburg (dpa/lby) - Die künftige schwarz-grüne Rathauskoalition in Augsburg gerät bereits vor dem offiziellen Start in Bedrängnis. Grund ist, dass Kulturreferent Thomas Weitzel voraussichtlich seinen Posten räumen muss und es deswegen heftige Kritik aus der Kulturszene gibt.
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Augsburg (dpa/lby) - Die künftige schwarz-grüne Rathauskoalition in Augsburg gerät bereits vor dem offiziellen Start in Bedrängnis. Grund ist, dass Kulturreferent Thomas Weitzel voraussichtlich seinen Posten räumen muss und es deswegen heftige Kritik aus der Kulturszene gibt. CSU und Grüne sahen sich deswegen am Mittwoch zu einer gemeinsamen Stellungnahme veranlasst. Darin wird der Plan der künftigen Koalitionäre, die Referentenstelle neu auszuschreiben, verteidigt. Zudem lud die neu gewählte Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) Vertreter der Kulturszene für kommende Woche zu einem Gespräch ein.

Nachdem bekannt wurde, dass Weitzel vermutlich bald kein Kulturreferent mehr sein wird, äußern seit Tagen insbesondere in der "Augsburger Allgemeinen" viele Kulturschaffende ihre Wertschätzung für Weitzel. Dieser habe "mit wenig Etat viele Bälle der Augsburger Kultur in der Luft gehalten", zitierte das Blatt am Mittwoch den Intendanten des Staatstheaters, André Bücker.

Auch die geplante Zusammenlegung des Kultur- und Sportreferats stößt durchgängig auf Ablehnung. Solch ein Modell hatte es in der Vergangenheit in Augsburg bereits gegeben, zwischenzeitlich wurden die Referate dann wieder getrennt. "Es ist unglaublich, dass jetzt etwas wiederbelebt werden soll, was in der Vergangenheit jeder als schlecht beurteilt hat", sagte Sebastian Seidel, der Chef des freien Sensemble Theaters, nach Angaben der Zeitung über die Pläne.

CSU und Grüne, die die vergangenen sechs Jahre in Augsburg zusammen mit der SPD eine Koalition gebildet haben, wollen künftig ohne die Sozialdemokraten weiterarbeiten. Der Augsburger CSU Bezirksverband hat dem Koalitionsvertrag bereits zugestimmt, bei den Grünen läuft bis Ende April eine Mitgliederbefragung.

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