Schmelzer plant Comeback

Der frühere Club-Chef und Immobilien- Unternehmer will nach 17 Jahren wieder ans Ruder – mit Andreas Köpke und Hans Dorfner als Beratern im Schlepptau. Und mit Manager Martin Bader.
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Wird er wieder Club-Chef? Immobilien-Unternehmer Gerd Schmelzer will Schmelzer nach 17 Jahren offenbar wieder die Geschicke des FCN führen.
bayernpress Wird er wieder Club-Chef? Immobilien-Unternehmer Gerd Schmelzer will Schmelzer nach 17 Jahren offenbar wieder die Geschicke des FCN führen.

NÜRNBERG - Der frühere Club-Chef und Immobilien- Unternehmer will nach 17 Jahren wieder ans Ruder – mit Andreas Köpke und Hans Dorfner als Beratern im Schlepptau. Und mit Manager Martin Bader.

Es rumort kräftig rund um den Valznerweiher. Und das nicht erst seit der sportlichen Talfahrt samt Abstieg und Trennung von Ex-Trainer Thomas von Heesen. Inzwischen sprechen einige Anzeichen für eine Rückkehr des früheren Präsidenten Gerd Schmelzer.

Laut „Sport-Bild“ plant der 57-Jährige nach 17 Jahren sein Comeback als Club-Chef. Der in Nürnberg erfolgreiche Immobilienkaufmann und Stadtsanierer will als Zukunftsplaner einsteigen. Und zwar mit Nationaltorwarttrainer Andreas Köpke und Ex-Nationalspieler Hans Dorfner im sportlichen Schlepptau. Aber Schmelzer will auch Manager Martin Bader halten. „Er ist ein guter Junge“, so sein Urteil über den Sportdirektor. Ein spektakulärer Plan – kurz vor der anstehenden Mitgliederversammlung am 7. Oktober. Für Zünd- und Gesprächsstoff ist also jetzt schon gesorgt. „Ich werde immer ein Cluberer bleiben, bange und fühle mit dem Verein“, kokettiert Schmelzer mit einem neuerlichen Engagement.

Club soll sich von alten Strukturen lösen

Konkreter wurde Schmelzer gegenüber der AZ noch nicht. Stattdessen lobte er seinen einstigen Kontrahenten Michael A. Roth über den grünen Klee: „Ich wünsche Roth, Bader und Trainer Michael Oenning von ganzem Herzen den Aufstieg. Herr Roth hat über all die Jahre Großes für den Verein geleistet. Ich habe wirklich Respekt vor ihm.“ Der Noch-Präsident wirkt derweil angeschlagen: Der Abstieg, die juristischen Auseinandersetzungen mit Ex-Trainer Hans Meyer und die Sanierung seiner Firma ARO haben dem 73-Jährigen zugesetzt. Mehrfach äußerte er im kleinen Kreis Rücktrittsgedanken.

Zudem mehren sich im Umfeld die Stimmen, die Gremien des FCN endlich zeitgemäßer zu gestalten und sich von den veralteten Vereins-Strukturen zu lösen. Was andere Vereine wie der FC Bayern oder der Hamburger SV längst getan haben. Auch aus dem Aufsichtsrat wurde daher der Ruf nach Erneuerung in der Vereinsspitze in den letzten Tagen lauter. Allerdings sind sich alle Beteiligten einig, dass ein Wechsel erst in Frage kommt, wenn Roth – seine Amtsperiode läuft bis 2010 – von sich aus geht. Entweder im Oktober oder im kommenden Jahr. Schmelzer wehrt ab: „Ich beteilige mich nicht an Spekulationen.“ Doch ein Dementi hört sich anders an.

Schmelzer-Mann Dorfner liebäugelt offen mit dem FCN: „Mein Herz hängt sehr am Club. Grundsätzlich kann man sich unterhalten.“ Zuvor hatte der 43-jährige schon im „kicker“ eine Mitarbeit avisiert: „Sollte Gerd Schmelzer nach der Ära Roth die Führung in die Hand nehmen, könnte ich mir das vorstellen.“ Vizepräsident Franz Schäfer (70) ist derweil von den Überlegungen genervt: „Jetzt, wo wir schuldenfrei sind, kommen bestimmte Leute und wollen auf einmal einen Goldenen Taler verdienen. Aber wo waren die, als es uns nicht gut ging?“ M. Hertlein

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