Satte Rente für Meyer

Ex-Club-Trainer will 140.000 Euro pro Monat - plus Zinsen! „Güte-Termin“ vor dem Arbeitsgericht am 12. September, aber weiter hoffen auf eine außergerichtliche Einigung.
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Pocht auf seinen sehr, sehr gut dotierten Vertrag: Nürnbergs Ex-Trainer Hans Meyer.
bayernpress Pocht auf seinen sehr, sehr gut dotierten Vertrag: Nürnbergs Ex-Trainer Hans Meyer.

NÜRNBERG - Ex-Club-Trainer will 140.000 Euro pro Monat - plus Zinsen! „Güte-Termin“ vor dem Arbeitsgericht am 12. September, aber weiter hoffen auf eine außergerichtliche Einigung.

Der Mann hat beim Club richtig gut verdient. 140.000 Euro pro Monat fordert Ex-Trainer Hans Meyer nun vom 1. FCN, weil er der Meinung ist, sein bis 30. Juli 2009 datierter Vertrag mit dem Verein sei weiterhin gültig. Kommt er damit vor dem Arbeitsgericht durch, wären das 1,82 Millionen Euro Nachschlag für Meyer. Nebst Zinsen!

Club-Manager Martin Bader bestätigte gestern, was die AZ exklusiv berichtet hatte. „Wir behandeln solche Dinge eigentlich intern, aber ja, wir werden uns mit Meyer vor dem Arbeitsgericht treffen.“ Dafür hat der 1. FCN eine wahre Armada an Anwälten aufgeboten. Joachim Rain, die Kanzlei der Rechtsanwälte Grub, Frank Bahmann, Christoph Schickhardt sowie Georg Englert. Meyer begnügt sich mit einem Anwalt, Jörg Richardi von der Stuttgarter Kanzlei Haver & Mailänder.

Der erste Termin, die so genannte Güteverhandlung, bei der der Richter die Kompromissbereitschaft der Parteien abklopft, findet nun am Freitag, 12. September um 11.30 Uhr im Sitzungssaal 315 statt. Oder auch nicht. Klaus Schramm, Sprecher des FCN-Aufsichtsrates hofft, „dass wir uns außergerichtlich einigen können.“ Analog zu Club-Chef Michael A. Roth, auf dessen Anweisung hin Meyer nach dem 30. Juni 2008 die Gehaltsfortzahlungen gestrichen worden waren.

Meyer fordert: Club soll seine Pflicht erfüllen

Meyer, seit dem 11. Februar vom Club beurlaubt, aber beharrt auf den Vertrag: Als Vertragslaufzeit sei der 31. Juli 2009 vereinbart, eine Kündigung sei von keiner Seite erfolgt. Er, Meyer, stehe zur Erfüllung seiner vertraglichen Pflichten weiter zur Verfügung. Dem entsprechend habe auch der Club seine vertragliche Pflicht zu erfüllen.

Laut Arbeitsgericht gehe der 1. FCN aber davon aus, dass Meyers Vertrag am 30. Juni 2008 ausgelaufen sei. Somit „rechtfertige sich der Feststellungsantrag. Mit dem Zahlungsantrag wird auch das rückständige Gehalt für Juli 2008 geltend gemacht.“ Zur Erinnerung: 140.000 Euro.

Gescheitert ist bereits ein Schlichtungstermin beim Deutschen Fußball-Bund am 5. August, Meyer macht also Ernst. Und hat gute Karten. Denn die, noch nicht bestätigte Vertragsklausel, Meyers Vertrag erlösche bei Abstieg mit dem 1. FC Nürnberg, kann der Ex-Trainer locker kontern. Zum Zeitpunkt des Abstiegs am 17. Mai war Meyer längst beurlaubt. ERG/mh

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