Rumoren in der AfD wegen Fraktionsfinanzen

München (dpa/lby) - Die AfD-Fraktionsspitze im bayerischen Landtag um Fraktionschefin Katrin Ebner-Steiner ist wegen ihres Umgangs mit staatlichen Fraktionszuschüssen unter Erklärungsdruck. Ebner-Steiner wies am Mittwoch Vorwürfe zurück, die in einem fraktionsinternen Kassenprüfbericht gegen die eigene Fraktionsführung erhoben werden, etwa wegen der Anschaffung teurer Couchmöbel als Büroausstattung.
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Katrin Ebner-Steiner, Fraktionsvorsitzende der AfD-Fraktion im bayerischen Landtag. Foto: Sven Hoppe/Archivbild
dpa Katrin Ebner-Steiner, Fraktionsvorsitzende der AfD-Fraktion im bayerischen Landtag. Foto: Sven Hoppe/Archivbild

München (dpa/lby) - Die AfD-Fraktionsspitze im bayerischen Landtag um Fraktionschefin Katrin Ebner-Steiner ist wegen ihres Umgangs mit staatlichen Fraktionszuschüssen unter Erklärungsdruck. Ebner-Steiner wies am Mittwoch Vorwürfe zurück, die in einem fraktionsinternen Kassenprüfbericht gegen die eigene Fraktionsführung erhoben werden, etwa wegen der Anschaffung teurer Couchmöbel als Büroausstattung. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zuvor über das interne Papier berichtet; die Couchmöbel sollen demnach insgesamt 20 000 Euro gekosten haben.

Ebner-Steiner sagte dazu, es handle sich um vier Couchmöbel an verschiedenen Standorten mit fast 20 Sitzplätzen. Die Mitarbeiter säßen darauf und arbeiteten." Ebner-Steiner rechtfertigte auch die hohen Kosten: "Wir haben einen deutschen Hersteller gekauft, mit fünf Jahren Garantie. Wir planen, dass wir da mindestens zehn Jahre auf der Couch sitzen oder länger. Und wir als Mittelstandspartei unterstützen nicht Ikea oder irgendwelche ausländischen Firmen. Wir haben halt ein deutsches Produkt gewählt."

Ebner-Steiner sagte zudem, die Anschaffung der Möbel sei in einer Fraktionsversammlung beschlossen worden. Auch eine Weihnachtsfeier, die laut "SZ" mit 26 500 Euro zu Buche schlug, sei dort beschlossen worden. Die entsprechenden Beschlüsse habe man den internen Kassenprüfern nun vorgelegt. "Das haben wir jetzt ausgeräumt." Von den Vorwürfen in dem internen Bericht sei nicht viel übrig. Detailliert werde man all das aber noch einmal intern besprechen.

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