Rummenigge: Deshalb hat Kane den Ballon d'Or verdient

Unglaubliche 73 Tore hat Kane in der vergangenen Saison für die Bayern und England erzielt. Der Bayern-Stürmer ist ein Kandidat für den Ballon d'Or. Rummenigge hebt noch einen anderen Grund hervor.
dpa |
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Der frühere Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge sagt, warum Harry Kane den Ballon d'Or verdient hat. (Archivbild)
Der frühere Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge sagt, warum Harry Kane den Ballon d'Or verdient hat. (Archivbild) © René Chlopotowski/dpa
München

Der langjährige Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat wenige Tage vor der Ballon-d'Or-Verleihung Torjäger Harry Kane als außergewöhnliche Persönlichkeit gerühmt. "Harry Kane zeigt, dass man zu den Besten der Welt gehören kann, ohne sich selbst ständig in den Mittelpunkt zu stellen. Dass man ehrgeizig und gleichzeitig ein Teamplayer sein kann. Und dass wahre Größe nicht darin besteht, sich über andere zu erheben", schrieb Rummenigge in einem Beitrag für "Münchner Merkur/tz" (Samstag).

Rummenigge: Deshalb ist der Ort so besonders

Erstmals in der 70-jährigen Geschichte des Ballon d'Or erfolgt die Verleihung der prestigeträchtigen Auszeichnung am Montag (21.00 Uhr MEZ) in London, der Heimatstadt des Bayern-Torjägers. "In London ist er aufgewachsen, dort hat seine außergewöhnliche Karriere begonnen. Ich durfte den Ballon d'Or selbst zweimal gewinnen und kann deshalb vielleicht erahnen, wie viel es Harry bedeuten würde, diese Auszeichnung entgegenzunehmen - an dem Ort, an dem für ihn alles begann", führte Rummenigge aus.

Der frühere Weltklassestürmer wies auf die herausragenden Torquoten und Erfolge des Bayern-Angreifers hin. "Zum zweiten Mal in drei Spielzeiten erhielt Harry den Goldenen Schuh als erfolgreichster Torjäger Europas. Mit Bayern gewann er das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal, mit England gelang der dritte Platz bei der Weltmeisterschaft - das beste Abschneiden seit sechzig (!) Jahren", so Rummenigge.

Kane ist ein "Gegenentwurf"

Doch auch abseits des Platzes imponiert Kane. "Top-Spieler sind längst nicht mehr nur Sportler, sie sind globale Persönlichkeiten, Werbeträger, "Marken". Die Medien, die sozialen Netzwerke und nicht zuletzt die Öffentlichkeit selbst treiben diese Entwicklung voran", schrieb der 71-Jährige. "Aufmerksamkeit wird zu einer eigenen Währung. Und manchmal hat man den Eindruck, dass die Inszenierung beinahe so wichtig geworden ist wie die Leistung auf dem Platz."

Kane sei "dazu der Gegenentwurf", befand Rummenigge. "Er ist aufgrund seiner Leistungen und seiner Popularität längst eine "globale Brand". Aber er hat es nicht nötig, sich ständig als solche zu inszenieren. Er braucht keine große Geste, um Größe zu zeigen. Er ist höflich, bodenständig, frei von Allüren und begegnet den Menschen auf Augenhöhe. Der alte Satz "Elf Freunde müsst ihr sein" hat bei ihm nichts von seiner Bedeutung verloren." Kane stelle seine außergewöhnlichen Fähigkeiten konsequent in den Dienst der Mannschaft.

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