Rechte Organisationen nutzen Corona-Krise für Propaganda

Rechte Organisationen in Bayern nutzen laut Innenminister Joachim Herrmann die Corona-Krise aus, um mit vermeintlicher Nachbarschaftshilfe Propaganda zu betreiben.
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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU).
Lino Mirgeler/dpa Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

München - Rechte Parteien und Organisationen in Bayern nutzen die Corona-Krise, um mit vermeintlicher Nachbarschaftshilfe neue Anhänger zu gewinnen.

Das zeigt eine Antwort von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Cemal Bozoglu (Grüne). Besonders aktiv sei die rechtsextreme Partei Der Dritte Weg, die mittlerweile in den Regionen München, Erlangen und Bamberg Hilfe im Alltag oder beim Einkaufen anbiete.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU).
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). © Lino Mirgeler/dpa

Hilfs-Angebot: "Solidarität für Deutsche"

"Aktivisten sehen die Krise als Chance, durch Selbstdarstellung als soziale Organisation, die sich um die Probleme der 'kleinen' Leute kümmert, Anhänger zu gewinnen", heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt. Das Angebot des Dritten Weges etwa laufe unter der Überschrift "Solidarität für Deutsche".

"Ich warne ausdrücklich vor diesen völkischen Trittbrettfahrern, die auch in der Krise ihr rassistisches Süppchen kochen", mahnte Bozoglu laut Mitteilung. Das Innenministerium forderte er auf, die rechte Szene intensiv zu beobachten und die Bevölkerung über solche "vergifteten Hilfsangebote" zu informieren.

Lesen Sie auch: Corona-Hausbesuche in München - So laufen Sie ab

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