Polizeigewerkschaft fordert strengeres Waffengesetz

Nürnberg (dpa/lby) - Der bayerische Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) hat sich für ein Verbot von mitgebrachten Messern an öffentlichen Orten und bei Großveranstaltungen ausgesprochen. "Es gibt hierzulande überhaupt keinen Grund, bewaffnet zu sein und ein Messer mitzuführen", sagte der Landesvorsitzende Rainer Nachtigall am Montag.
| dpa
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Nürnberg (dpa/lby) - Der bayerische Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) hat sich für ein Verbot von mitgebrachten Messern an öffentlichen Orten und bei Großveranstaltungen ausgesprochen. "Es gibt hierzulande überhaupt keinen Grund, bewaffnet zu sein und ein Messer mitzuführen", sagte der Landesvorsitzende Rainer Nachtigall am Montag. Am vergangenen Wochenende wurden allein in Nürnberg drei Menschen mit Stichwaffen lebensgefährlich verletzt.

"Messer sind leicht zu beschaffen, relativ einfach mitzuführen und kommen offensichtlich immer schneller und öfter zum Einsatz", sagte Nachtigall. Er forderte daher Gewalttaten, die mit Stichwaffen verübt werden, in einer eigenen Statistik zu erfassen. Dies würde eine genauere Auswertung der Taten ermöglichen. Außerdem könne man so wichtige Erkenntnisse gewinnen, um solche Taten zu verhindern.

Am Freitag befasst sich der Bundesrat auf Antrag der Länder Bremen und Niedersachsen mit einem Änderungsvorschlag für das Waffengesetz. Er sieht unter anderem die Möglichkeit von Messer-Verbotszonen etwa in Fußgängerzonen oder öffentlichen Verkehrsmitteln vor.

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