Polit-Zoff um Werbeplakat

Wirbt es für Unterdrückung von Frauen? SPD kontert CSU-Kritik: „Das ist an den Haaren herbeigezogen!“
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SPD Fraktionschef Schönfelder verteidigt die umstrittene PR-Aktion der Stadt.
Berny Meyer 2 SPD Fraktionschef Schönfelder verteidigt die umstrittene PR-Aktion der Stadt.
Stein des Anstoßes: die vollverschleierte Comic-Frau.
bayernpress 2 Stein des Anstoßes: die vollverschleierte Comic-Frau.

Wirbt es für Unterdrückung von Frauen? SPD kontert CSU-Kritik: „Das ist an den Haaren herbeigezogen!“

NÜRNBERG „Dümmer geht’s nimmer!“ Mit drastischen Worten reagiert SPD-Fraktions-Chef Gebhard Schönfelder auf die Kritik der Rathaus-CSU an einem städtischen Werbeplakat. Es heißt mit einer bunten Comic-Zeichnung Menschen aus aller Welt in Nürnberg willkommen. Abgebildet ist dabei auch eine Frau, die komplett mit einer Burka verhüllt ist. Für die CSU ist dies ein „eindeutiges politisches Signal für die Unterdrückung der Frauen“ – und somit abzulehnen.

CSU-Fraktions-Chef Michael Frieser nahm auch OB Ulrich Maly (SPD) in die Pflicht, dem das Amt für Internationale Beziehungen direkt untersteht, das das Plakat verantwortet: „Ich verstehe nicht, wie dem OB so etwas durchrutschen konnte.“

„Hier werden Menschen aus ganz verschiedenen Kulturen willkommen geheißen“

„Plakate sind nun mal plakativ“, entgegnet Maly nun. „Die Grafikerin arbeitet mit Klischees. Die Abbildungen der Asiatin und des Inders auf dem Plakat erfüllen ja auch alle Klischees.“ Die Kritik der CSU sei an den Haaren herbeigezogen.

„Wir wollen, dass die Menschen ihre Kultur pflegen. Auch wir lernen dabei, so wie die Zuwanderer von uns lernen werden“, erklärt Schönfelder. Viele der Einwanderer zeigten mehr Toleranz als seine Kollegen von der CSU.

Schönfelder interpretiert das Plakat anders als die CSU. „Hier werden Menschen aus ganz verschiedenen Kulturen willkommen geheißen“, sagt er der AZ. „Das Bild zeigt, wie Menschen aus allen möglichen Ländern zu uns kommen.“ Aufgabe der städtischen Integrations-Bemühungen sei es, „die Frau dann von der Burka wegzubringen“. mir

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