Parteiausschlussverfahren gegen AfD-Politiker Schmidt

Ebersberg (dpa/lby) - Der AfD-Politiker Manfred Schmidt soll mehrere Menschen ohne ihren ausdrücklichen Willen auf die AfD-Liste für den Gemeinderat Vaterstetten und den Kreistag Ebersberg gesetzt haben. Die AfD in Oberbayern kündigte deshalb nun ein Parteiausschlussverfahren an.
| dpa
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Ebersberg (dpa/lby) - Der AfD-Politiker Manfred Schmidt soll mehrere Menschen ohne ihren ausdrücklichen Willen auf die AfD-Liste für den Gemeinderat Vaterstetten und den Kreistag Ebersberg gesetzt haben. Die AfD in Oberbayern kündigte deshalb nun ein Parteiausschlussverfahren an. Schmidt soll bei der Anwerbung von Listenkandidaten "offenkundig auch unlautere Überrumpelungsmethoden angewendet" haben, teilte Wolfgang Wiehle, Bezirksvorsitzender der AfD Oberbayern am Sonntag mit.

Schmidt habe Vorwürfe aus Medienberichten nicht glaubwürdig entkräften können, wonach drei Senioren ohne ihren ausdrücklichen Willen auf die AfD-Liste für die Gemeinderats- und Kreistagswahl geraten seien. Weder Schmidt noch die unfreiwilligen Kandidaten können von der Liste genommen werden, da die Frist dafür bereits abgelaufen ist. Wiehle rief Wähler auf, Schmidts Namen auf dem Wahlzettel durchzustreichen. Eine Zusammenarbeit mit diesem, sollte er ein Mandat bekommen, schloss er aus.

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