Oennings Chance

Gegen Aachen ist der "Co" der Chef - ein Club-Coach auf Bewährung. Manager Bader sucht weiter einen neuen Trainer und sagt: „Auch Michael ist eine Option“. Absage an die „Ehemaligen“ Wolf und Meyer.
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Chef auf dem Platz – für länger? Michael Oenning.
dpa Chef auf dem Platz – für länger? Michael Oenning.

NÜRNBERG - Gegen Aachen ist der "Co" der Chef - ein Club-Coach auf Bewährung. Manager Bader sucht weiter einen neuen Trainer und sagt: „Auch Michael ist eine Option“. Absage an die „Ehemaligen“ Wolf und Meyer.

„Es ist nicht so, dass es bei mir zu Lampenfieber führt, aber ich freue mich darauf.“ Michael Oenning (42), Snowboard-Freak und Anhänger von klassischer Musik, steht nach dem Rücktritt von Thomas von Heesen am Sonntag (14 Uhr) daheim gegen Alemannia Aachen als Übergangs-Cheftrainer vor seiner ersten großen Bewährungsprobe beim Club. Im Erfolgsfall winkt dem Grimme-Preisträger von 2002 sogar ein längerfristiges Engagement als Cheftrainer.

„Auch Michael ist eine Option, über die nachgedacht wird“, bestätigte Manager Martin Bader nach der Präsidiums- und Aufsichtsratsitzung am Donnerstag. Dort hatte offenbar ein Umdenkungsprozess der Club-Bosse stattgefunden, nachdem zuvor Wolfgang Wolf als Kandidat gehandelt worden war. Da war von Heesen (kassiert wohl rund 250.000 Euro für den Job-Verzicht) schon wieder in Hamburg, sein bisheriger Assistent längst zum Chef bis zum Aachen-Spiel aufgestiegen – und Bader von den Vereinsgremien beauftragt worden, nach möglichen Nachfolgern Ausschau zu halten. „Wir werden alle Optionen genau prüfen, aber aus Respekt vor Oenning haben wir alle Interessenten auf einen Zeitpunkt nach dem Wochenende vertröstet.“

Das Deutsche Sportfernsehen (DSF) hatte sich Donnerstag Abend bereits massiv für den Ex-Freiburger Volker Finke als von Heesen-Nachfolger stark gemacht, doch Bader dementierte tags darauf etwaige erste Verhandlungen mit Finke. Um auch die mögliche Lösung mit Oenning offen zu halten. Der 42-jährige zweifache Familienvater steht im Falle eines Sieges über die Alemannen vor seiner großen Chance. Warum auch nicht? Auch einem Thomas Schaaf gelang bei Werder Bremen der Sprung vom Co- zum Cheftrainer. Mit großem Erfolg.

Wolf und Meyer keine Trainer-Kandidaten

„Ich bin ich, Thomas ist Thomas“, wollte und will sich sich der gebürtiger Münsteraner aus Coesfeld nicht mit seinem Ex-Chef von Heesen vergleichen. „Es ist zwar eine neue Situation für mich“, gestand Oenning, aber ihm ist vor Sonntag nicht bange. Und bekommt Unterstützung von Marek Mintal. „Der Kontakt zum Co-Trainer ist immer besser als zum Cheftrainer, er ist freundlich und weiß, wie das läuft. Ich wünsche Micha alles Gute für Sonntag“, so der 30-jährige Slowake. Wohl auch in Oennings Sinn und dessen Aussicht auf einen längeren Chef-Job.

Dann würden sich weitere Telefonate oder Gespräche diverser Interessenten für Bader wohl erübrigen. In der Sitzung am Donnerstag wurde mehr oder weniger beschlossen, dass kein ehemaliger Trainer zurückgeholt werden soll. Also weder Hans Meyer (Präsident Michael A. Roth: „Kein Thema“) noch Wolfgang Wolf. Bader: „Über einen Ottmar Hitzfeld brauchen wir nicht nachzudenken, wir brauchen einen, der sich mit Leib und Seele dem Verein verschreibt.“ Und damit kann der Münsterländer Oenning dienen: „Ich mag die Franken und ihre Mentalität, diese ist unserer ähnlich.“ Schon mal ein Pluspunkt vorab für Sonntag. M. Hertlein

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