Nürnberger "Vollkatastrophe" vor dem Frankenderby

Das Ziel beim Tabellenletzten war der vierte Sieg in Serie. Doch der 1. FC Nürnberg verliert in Magdeburg mit 0:3. Vor dem Duell mit Erzrivale Fürth erlebt Trainer Klose einen kollektiven Aussetzer.
dpa |
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Ein frustrierter FCN-Kapitän Fabio Gruber nach der Niederlage.
Ein frustrierter FCN-Kapitän Fabio Gruber nach der Niederlage. © Andreas Gora/dpa
Magdeburg

Mit so einem Stimmungsdämpfer hatte beim 1. FC Nürnberg keiner gerechnet. 0:3 in Magdeburg - dieser krasse Aussetzer beim Tabellenletzten traf Trainer Miroslav Klose und seine Fußball-Profis nach den erfolgreichen Wochen zuvor gänzlich unvorbereitet und darum umso härter. Und das auch noch eine Woche vor dem Frankenderby gegen die SpVgg Greuther Fürth

Julian Justvan sprach nach dem Nürnberger Systemabsturz von "einer Vollkatastrophe". Der Offensivspieler redete Klartext: "Wir haben einfach nicht die Leistung auf den Platz gebracht. Wir waren in allen Belangen unterlegen." 

Klose: Ein Warnschuss

Chefcoach Klose nannte die Niederlage "einen Warnschuss". Er hatte schon vorher gewarnt: "Ich habe bewusst gesagt, wir müssen nach unten schauen." Der Coach erhofft sich nun eine Reaktion gegen stark kriselnde Fürther. 

"Wir wissen, was nächste Woche ansteht. Für die Stadt, für die Fans, auch für uns als Club ist es ein ganz wichtiges Spiel", sagte der 47-Jährige. Im ersten Klose-Jahr gewann der "Club" übrigens beide Derbys klar mit 4:0 und 3:0.

Im zeitweisen Pyro-Nebel von Magdeburg verlor Kloses Mannschaft nach der torlosen ersten Hälfte komplett den Überblick und folgerichtig das Spiel. Das lag aber nur zum Teil an den Bengalos aus beiden Fanblöcken, die dazu führten, dass Schiedsrichter Felix Bickel die Partie für 13 Minuten unterbrechen musste.

"Das ist nicht einfach gewesen", bemerkte Klose zum Umgang mit der Nebel-Pause in der Kälte direkt nach der Halbzeitpause. "Nach der Unterbrechung sind wir dann gar nicht mehr reingekommen", meinte Torwart Jan Reichert. 

Lubach sieht Gelb-Rot

Die Magdeburger waren am Samstagabend aber einfach besser und wollten den Erfolg unbedingt. Doppelpacker Mateusz Zukowski und Maximilian Breunig erzielten die Tore. Zwei davon kassierte der "Club" in Unterzahl nach der Gelb-Roten Karte für Rafael Lubach wegen wiederholten Foulspiels. 

Klose nahm den 20-Jährigen in Schutz. "Natürlich weiß Rafa selbst, dass er da einen Fehler gemacht hat. Aber der Junge zieht bei uns den Karren mit. Das gehört auch zum Lernprozess dazu", sagte der Trainer nachsichtig. Lubach wird beim Derby wegen seiner Gelb-Rot-Sperre nur Zuschauer sein. 

Der vielseitig einsetzbare Youngster hatte den angeschlagenen Adam Markhiev im defensiven Mittelfeld ersetzt. Der finnische Nationalspieler fehlte nicht nur als stabilisierender Ankerpunkt vor der Abwehr, sondern auch als Persönlichkeit auf dem Platz. "Er ist schon ein ganz wichtiger Spieler für uns", bestätigte Klose. 

Als Erklärung für die Niederlage genügte dem Trainer das Fehlen von Markhiev freilich nicht. "Wir haben es kollektiv nicht gut gemacht", sagte Klose. Torwart Reichert blickte sofort mit einem Versprechen an die Fans nach vorn: "Die Sinne sind jetzt sicherlich nochmal geschärft. Wir werden die Emotionen auf den Platz bringen, die heute gefehlt haben und die es im Derby braucht."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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