NRW gründet gemeinsam mit Bayern Hilfstelefon für Männer

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Landesregierung NRW hat gemeinsam mit Bayern ein Hilfstelefon für von Gewalt betroffene Männer gegründet. Das teilte NRW-Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Mittwoch in einer Pressekonferenz mit.
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Ein Mitarbeiter einer Telefonseelsorge telefoniert. Foto: Angelika Warmuth/dpa/Archivbild
dpa Ein Mitarbeiter einer Telefonseelsorge telefoniert. Foto: Angelika Warmuth/dpa/Archivbild

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Landesregierung NRW hat gemeinsam mit Bayern ein Hilfstelefon für von Gewalt betroffene Männer gegründet. Das teilte NRW-Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Mittwoch in einer Pressekonferenz mit. Unter 0800-123 9900 könnten sich ab sofort Männer melden, die von verschiedenen Arten von Gewalt betroffen sind. Dazu gehörten häusliche und sexualisierte Gewalt, aber auch Stalking und Zwangsheirat.

"Das Hilfetelefon ist deutschlandweit in dieser Form das einzige und erste Beratungsangebot für gewaltbetroffene Männer", sagte Ministerin Scharrenbach. "Gerade in der aktuellen Situation ist es wichtig, dass auch Männer eine Anlaufstelle haben, an die sie sich wenden können, wenn sie Opfer von Gewalt geworden sind. Das Thema findet in unserer Gesellschaft immer noch wenig Beachtung."

In naher Zukunft sollen laut den Ministerien in NRW und Bayern auch andere interessierte Länder die Möglichkeit haben, sich der telefonischen Hotline und dem digitalen Beratungsangebot anzuschließen. Eine Auswertung des Bundeskriminalamtes für das Jahr 2018 hatte gezeigt, dass im Bereich der Partnerschaftsgewalt der Anteil der männlichen Opfer mit 18,7 Prozent leicht angestiegen war. Im Jahr zuvor lag er bei 17,9 Prozent.

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