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Wo fliegen gerade Birke, Erle, Haselnuss? Ein neues Polleninformationsnetzwerk soll Allergikern das Leben erleichtern.
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Für Allergiker sind Pollen oft qualvoll. (Symbolbild)
dpa Für Allergiker sind Pollen oft qualvoll. (Symbolbild)

Wo fliegen gerade Birke, Erle, Haselnuss? Ein neues Polleninformationsnetzwerk soll Allergikern das Leben erleichtern.

München - Juckende Augen, eine tränende Nase. In Bayern leiden nach Schätzungen des Landesamtes für Gesundheit über zwei Millionen Menschen an einer Allergie. Jeder zweite davon reagiert auf Pollen. Mithilfe des weltweit ersten elektronischen Polleninformationsnetzwerk, kurz ePin, soll es künftig genauere Informationen zum Pollenflug geben. Am Mittwoch startet Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) das neue elektronische Polleninformationsnetzwerk. Ziel sei, die Pollenmessungen in Bayern zu verbessern und zu modernisieren.

Pollenalarm: Werte in Bayern

Laut Huml sei es für Allergiker so möglich herauszufinden, welche Pollen wann und wo fliegen. Und nur so könnten wichtige Vorsorgemaßnahmen ergriffen und Medikamente zielgenau eingenommen werden. In ganz Bayern stehen insgesamt acht der sogenannten Pollenmonitore. Alle drei Stunden wertet ein Computer die dort gefundenen Pollen aus. So sollen präzise Vorhersagen über den Pollenflug im gesamten Freistaat ermöglicht werden. Laut dem Direktor des Zentrums Allergie und Umwelt der Technischen Universität München, Carsten Schmidt-Weber, wurden die Pollen bislang nur alle fünf Tage von Hand gezählt.

Bundesweit einzigartiges Pollenmess-System

Ein Jahr lang waren das System getestet und die besten Standorte ermittelt worden. Die Auswahl basiert auf einer umfangreichen mehrjährigen Machbarkeitsstudie des Zentrums für Allergie und Umwelt der Technischen Universität München und des Helmholtz Zentrums München in Zusammenarbeit mit internationalen Experten.

Ziel war es, unter Berücksichtigung verschiedener Klimaparameter und der Bevölkerungsdichte in Bayern die optimale Verteilung der acht elektronischen Messstationen zu bestimmen. Die weiteren Pollenmonitore stehen in Viechtach, Marktheidenfeld, Altötting, Mindelheim und Hof. Die letzte Messstation in München ist im Aufbau - bis zu dessen Abschluss wird die wissenschaftliche Station der TU-München am Biederstein genutzt.

Das Netzwerk "ePIN" wird im Auftrag des bayerischen Gesundheitsministeriums durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) aufgebaut und betrieben. Dem Deutschen Allergie- und Asthmabund zufolge ist das neue Pollenmesssystem bundesweit einzigartig.

Lesen Sie auch: Heuschnupfen - Wie Sie besser mit der Pollen-Allergie leben

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