Neuer Chef für die Staatsforsten

Die Staatsforsten sind hierzulande der größte Forstbetrieb. Im Sommer übernimmt ein branchenfremder Manager die Spitze des Unternehmens, das mehr als ein Zehntel Bayerns bewirtschaftet.
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Die Staatsforsten sollen heute nicht nur den Staatswald bewirtschaften, sondern auch den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben. (Archivbild)
Die Staatsforsten sollen heute nicht nur den Staatswald bewirtschaften, sondern auch den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben. (Archivbild) © Daniel Vogl/dpa
München/Regensburg

Die Bayerischen Staatsforsten bekommen einen neuen Chef: Zum 1. Juli wird der von den Stadtwerken Bonn geholte Manager Olaf Hermes an die Spitze des größten deutschen Forstbetriebs treten. Das teilte das Wirtschaftsministerium in München mit. "Ich bin überzeugt, dass er mit seinem Blick von außen neue Impulse einbringt und die Bayerischen Staatsforsten weiter gut für die Zukunft aufstellt", sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Hermes leitet die Bonner Stadtwerke seit 2022. 

Staatsforsten: Großbetrieb mit Dependance in Österreich

Der bisherige Staatsforsten-Chef Martin Neumeyer wechselt nun in den Ruhestand. Vor zwei Jahrzehnten zählte Neumeyer zu den engsten Mitarbeitern des damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU), später wechselte er als Amtschef ins Agrarministerium, die Leitung der Staatsforsten übernahm er 2015. 

Die Staatsforsten bewirtschaften rund 8.000 Quadratkilometer, das entspricht etwa 11 Prozent der Gesamtfläche Bayerns. Damit sind die Staatsforsten der größte Forstbetrieb in Deutschland. Eine Besonderheit ist, dass dem Unternehmen sogar ein kleiner Teil Österreichs gehört: die 130 Quadratkilometer großen Saalforsten im Bundesland Salzburg. Dies geht auf die frühe Neuzeit zurück, als Salzburg noch nicht Teil Österreichs war und der Grund dem bayerischen Herrscherhaus der Wittelsbacher gehörte.

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