Nach über 30 Jahren: CSU scheitert im Kampf um Schweinfurt Rathaus

Ralf Hofmann schafft das politische Comeback für die SPD in Schweinfurt – nach mehr als drei Jahrzehnten CSU.
von  dpa
Der neue Oberbürgermeister von Schweinfurt musste per Stichwahl bestimmt werden. (Archivbild)
Der neue Oberbürgermeister von Schweinfurt musste per Stichwahl bestimmt werden. (Archivbild) © Daniel Vogl/dpa

Die SPD hat mit ihrem Oberbürgermeister-Kandidaten Ralf Hofmann das Rathaus in Schweinfurt nach mehr als 30 Jahren zurückerobert. Damit wird die derzeit arg gebeutelte Industriestadt im Norden Bayerns erstmals seit 1992 wieder von einem Sozialdemokraten regiert.

Hofmann kam laut vorläufigem Endergebnis bei der Stichwahl auf 67,7 Prozent der Stimmen. Oliver Schulte von der CSU konnte nur 32,3 Prozent auf sich vereinen. Hofmann tritt sein Amt zum 1. Mai an. 

Die Wahlbeteiligung lag laut Stadt bei 39,9 Prozent. Wahlberechtigt waren etwa 38.000 Bürger. 

Ursprünglich sieben Bewerber

Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU) war nach drei Amtsperioden nicht mehr angetreten. Beim Hauptwahlgang vor zwei Wochen hatten sich sieben Kandidaten um das Amt beworben. Auf Platz drei landete der AfD-Kandidat Thomas Felsner, der es mit 16,2 Prozent aber nicht in die Stichwahl schaffte. 

Schweinfurt ist industriell stark geprägt, viele Zulieferfirmen etwa für die Autoindustrie sind in der Mainstadt angesiedelt. Die Branche schwächelt derzeit - die Region büßte zuletzt hunderte Arbeitsplätze ein.

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