Nach Jubel-Geste: Hoeneß stichelt gegen Bayern-Profi Karl
In der Debatte um Lennart Karl hat Bayern-Patron Uli Hoeneß gegen den Münchner Jungstar gestichelt. Der Ehrenpräsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters war in einer TV-Sendung gefragt worden, ob er sich von der jüngsten Jubelgeste des Nationalspielers angesprochen gefühlt habe. Karl hatte nach seinem Treffer in der Champions League bei Atlético Madrid (2:0) eine Bla-Bla-Geste gezeigt und sich offensichtlich auf die Kritik bezogen.
Hoeneß sagte im "Sonntags-Stammtisch" des Bayerischen Rundfunks, dass ihn die Handbewegung Karls in Madrid nicht gestört habe und schob hinterher: "50 Prozent seiner Tore der letzten Tage, da bin ich mit beteiligt." Der langjährige Bayern-Manager meinte damit, dass er Karl nochmal extra motiviert habe.
Hoeneß-Appell: Jungstars "ein bisschen runterholen"
Zuletzt hatte Hoeneß dem 18-Jährigen mehr "Demut" empfohlen, woraufhin es zwischen den Bayern-Bossen und Karls Berater Michael Ballack zu einem Disput kam. Der Offensivspieler des Bundesliga-Tabellenführers erzielte auch beim 2:1 in Mainz am Samstag ein Tor. Von Bundestrainer Jürgen Klopp ist er für die Nations-League-Partien nominiert worden.
Hoeneß findet, dass Ratschläge an Nachwuchsfußballer zu seinen Aufgaben gehören. "Wir sind ja auch verpflichtet, jungen Spielern ein bisschen den Weg zu geben. Ich habe so viel Erfahrung - wenn ein junger 18-Jähriger nicht von mir noch etwas annimmt, dann müssen wir aufhören", sagte er. "Dieses ganze Influencer-Zeug ist doch alles eine Scheinwelt." Die Verantwortlichen in den Vereinen müssten die Spieler deshalb "ein bisschen runterholen".
Hoeneß: Neues Kane-Gehalt "ist okay" - Drei Millionen aus Kenia
Das betreffe unerfahrene Fußballer. Akteuren wie Harry Kane müsse man da nichts mehr erzählen, unterstrich Hoeneß. Dass der Stürmerstar und Ballon-d'Or-Gewinner seinen Vertrag bis 2029 verlängerte und dafür fürstlich entlohnt wird, das findet der Ehrenpräsident übrigens absolut in Ordnung. "Das Gehalt von Harry Kane ist okay, denn er bringt jeden Euro, den er bekommt, auch wieder zurück", sagte Hoeneß. Er bezog sich auch auf den enormen Imagegewinn, den der englische Nationalmannschaftskapitän den Bayern beschere.
Dazu formulierte Hoeneß ein Beispiel: Am 5. Januar bestreiten die Münchner in der kenianischen Hauptstadt Nairobi ein Freundschaftsspiel gegen Ajax Amsterdam zur Einweihung des dortigen Nationalstadions. "Da zahlt uns der Staat drei Millionen Euro für ein Spiel. Die würden das nie bezahlen, wenn wir keinen Harry Kane hätten, wenn wir keinen (Michael) Olise hätten. Das geht nur, wenn du internationale Topspieler hast."
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