Nach Hochwasser in Berchtesgaden: Katastrophenregion hofft auf Urlauber

Die Nachrichten aus der Region Berchtesgaden am Wochenende waren schlimm. Hochwasser, Erdrutsche, verwüstete Häuser und Straßen. Touristen sind hier aber trotzdem willkommen. Doch Urlaub nach der Hochwasser-Katastrophe, geht das überhaupt?
| AZ/dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
Am Dienstag sollte auf dem Königssee die Schifffahrt wieder starten.
Am Dienstag sollte auf dem Königssee die Schifffahrt wieder starten. © Peter Kneffel/dpa

Trotz der Hochwasser-Katastrophe im Berchtesgadener Land wirbt die weltberühmte Urlaubsregion um Touristen. "Sie können anreisen!", schreibt der Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden auf seiner Internetseite.

"Man kann schon einen schönen Urlaub bei uns verbringen"

Und: "Nach dem Regen kommt die Sonne." Für die Gäste seien die Auswirkungen kaum spürbar, sagt der Geschäftsleiter Michael Wendl. "Man kann schon einen schönen Urlaub bei uns verbringen."

Mit speziellen Baggern sichern Mitarbeiter des Technischen Hilfswerk (THW) oberhalb des Berchtesgadener Ortsteil Maria Gern die Schneise eines Murenabgangs.
Mit speziellen Baggern sichern Mitarbeiter des Technischen Hilfswerk (THW) oberhalb des Berchtesgadener Ortsteil Maria Gern die Schneise eines Murenabgangs. © Peter Kneffel/dpa

In der Gegend gibt es beliebte Ausflugsziele wie den Watzmann oder den Königssee, auf dem am Dienstag die Schifffahrt wieder starten soll. Auch die Berggaststätte Kehlsteinhaus, die Jennerbahn, das Salzbergwerk Berchtesgaden oder die Watzmann Therme seien geöffnet. Einzelne Wanderwege, Klettersteige und Ziele wie die Schellenberger Eishöhle oder die Almbachklamm sind dagegen geschlossen.

Lesen Sie auch

Lesen Sie auch

Schienenersatzverkehr in der Region, Anreise mit dem Auto möglich

Nach heftigen Unwettern mit Starkregen hatten Hochwasser-Fluten und Erdrutsche am Wochenende in Orten wie Berchtesgaden, Schönau am Königssee oder Ramsau Verwüstungen angerichtet.

Touristenunterkünfte blieben aber offenbar weitestgehend verschont. Die wenigen betroffenen Urlauber habe man alle woanders unterbringen können, sagte Wendl. Da Gleise überschwemmt oder verschüttet wurden, wurde der Zugverkehr teilweise lahmgelegt. Es gebe aber einen Schienenersatzverkehr, sagte Wendl. Auch die Anreise mit dem Auto sei möglich. In der Region gibt es rund 2.000 Vermieter.

Das Landratsamt rät Touristen dazu, sich vor der Reise zu informieren. Zudem sei die allgemeine Verkehrssicherheit nicht auf allen Straßen im Landkreis gegeben wegen möglichen Hochwassers und Murenabgängen. Nicht dringend notwendige Autofahrten sollten vermieden werden.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen