Mutmaßlicher Dealer nach Drogentod von Trio verurteilt

Im kleinen Cham werden binnen zwei Tagen drei Leichen gefunden. Die Todesursache: eine Überdosis Heroin. Jetzt hat ein Gericht einen mutmaßlich Verantwortlichen verurteilt.
dpa |
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Das Urteil am Landgericht Regensburg fiel in dem Prozess am Montag. (Archivbild)
Das Urteil am Landgericht Regensburg fiel in dem Prozess am Montag. (Archivbild) © Armin Weigel/dpa
Cham/Regensburg

Nach dem Tod von drei Menschen wegen einer Drogen-Überdosis in der Oberpfalz hat ein Gericht einen mutmaßlichen Dealer verurteilt. Der Mann sei am Montag unter anderem wegen der Abgabe von Drogen mit Todesfolge zu acht Jahren Haft verurteilt worden, teilte ein Sprecher des Landgerichts Regensburg auf Anfrage mit. Zuerst hatte die "Mittelbayerische Zeitung" berichtet.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Beteiligten können binnen einer Woche Revision beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe einlegen. 

Das Gericht sah es demnach als erwiesen an, dass der 43-Jährige den drei später tot gefundenen Menschen in der Region Cham Heroin verkauft hatte. Zunächst habe er diese auch zusammen mit den Abnehmern konsumiert. Dann sei aber wahrscheinlich ein Rest der Drogen in der Wohnung geblieben. 

Laut Anklage war das Heroin nicht gestreckt und deshalb besonders wirksam. Zwei Männer und eine Frau nahmen das Heroin demnach letztlich zu sich - und starben am Konsum. 

Drei Drogentote binnen zwei Tagen 

Die drei Toten waren im April 2025 innerhalb von zwei Tagen in der rund 17.000 Einwohner großen Kreisstadt Cham entdeckt worden - zunächst ein 33-Jähriger auf dem Gelände einer Tankstelle, dann in einer Wohnung ein 24 Jahre alter Mann und eine 20-jährige Frau. Die Drei waren der Polizei schon vorher im Zusammenhang mit Drogendelikten bekannt gewesen.

Keiner der Drei habe damit rechnen können, dass es sich um nicht gestreckte Drogen handelte, so die Anklage. Der Dealer habe das gewusst, ihnen aber wegen eines Fehlers bei der Zuteilung der Drogen nicht gesagt - dabei habe er auch wissen müssen, dass die Konsumenten dadurch sterben könnten. Wegen weiterer Drogengeschäfte in 18 Fällen wurde der Mann am Landgericht ebenfalls verurteilt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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