Münchens Ex-OB Ude vergleicht Politiker mit Fußball-Profis

München (dpa/lby) - Der Seitenwechsel von Stadtratspolitikern von einer Fraktion zur anderen schürt nach Ansicht des ehemaligen Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude (71, SPD) Politikverdrossenheit. "Der Schaden für das Ansehen demokratischer Wahlen und damit für die künftige Wahlbeteiligung liegt auf der Hand", kritisierte er in einem Gastbeitrag für die Münchner "Abendzeitung" (Freitagsausgabe).
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Der ehemalige Münchener Oberbürgermeister Christian Ude. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild
dpa Der ehemalige Münchener Oberbürgermeister Christian Ude. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) - Der Seitenwechsel von Stadtratspolitikern von einer Fraktion zur anderen schürt nach Ansicht des ehemaligen Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude (71, SPD) Politikverdrossenheit. "Der Schaden für das Ansehen demokratischer Wahlen und damit für die künftige Wahlbeteiligung liegt auf der Hand", kritisierte er in einem Gastbeitrag für die Münchner "Abendzeitung" (Freitagsausgabe).

Erst kürzlich hatte der langjährige SPD-Fraktionschef Alexander Reissl im Münchner Stadtrat spektakulär die Seiten gewechselt und war zur CSU-Fraktion übergelaufen. Ude kritisierte: Das "Wahlvolk" müsse doch denken: "Warum haben wir überhaupt gewählt, wenn sich erst während der Amtszeit herausstellt, für welche Seite die Gewählten wirklich tätig sein wollen."

Spöttisch zog der Ex-OB einen Vergleich zu Fußballprofis, "unseren wahren Volkshelden". Denn bei ihnen gelte: "Sie spielen ja auch nicht immer und ewig für denselben Verein."

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