München 2018: "Ohne Garmisch gibt es kein Olympia"

Erst die Bürgerproteste in Oberammergau und eine erzwungene Änderung des Sportstättenkonzeptes für 2018, jetzt ein Widerstand in Garmisch-Partenkirchen. Und dieser droht zu einem Problem für die Bewerbungsgesellschaft zu werden.
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Fehlende Flächen gefährden Münchens Traum von Olympia 2018.
dpa Fehlende Flächen gefährden Münchens Traum von Olympia 2018.

MÜNCHEN - Erst die Bürgerproteste in Oberammergau und eine erzwungene Änderung des Sportstättenkonzeptes für 2018, jetzt ein Widerstand in Garmisch-Partenkirchen. Und dieser droht zu einem Problem für die Bewerbungsgesellschaft zu werden.

„Ich muss es so deutlich sagen, ohne Garmisch wird es kein Olympia geben können“, sagte der Leiter der bayerischen Staatskanzlei, Siegfried Schneider, der Süddeutschen Zeitung. Die Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen.

Einige der Grundstückseigentümer in Garmisch sollen sich nach wie vor weigern, ihr Land für alpine und nordische Wettkampfstätten, Parkplätze, Stadion und olympische Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Schneider appelliert an die Landwirte: „Die Bauern können sich darauf verlassen, dass wir mit ihnen auf Augenhöhe verhandeln“, sagte der 54-Jährige, der die Olympischen Spiele als „eine riesengroße Chance für Garmisch-Partenkirchen“ bezeichnet.

Allerdings räumte Schneider auch Versäumnisse im Umgang mit den Landwirten ein. „Die Gemeinde und die Bewerbungsgesellschaft haben zu spät mit den Grundstückseigentümern gesprochen, das war ein Fehler“, gab der Staatsminister zu. Seitens der Garmischer SPD wird außerdem die „Dialogfähigkeit“ des ansässigen Bürgermeisters Thomas Schmid zunehmend kritisiert. Angeblich überlege die Staatskanzlei daher, einen neuen Sonderbotschafter nach Garmisch zu entsenden, um die Lage zu befrieden.

Erst in der vergangenen Woche hatte die Bewerbungsgesellschaft das staatliche Gestüt Schwaigauer bei Ohlstadt als neuen Wettkampfort für Biathlon- und Langlaufwettbewerbe vorgestellt, nachdem seitens der Oberammergauer Olympiagegner ein Volksentscheid durchgesetzt worden war.

Die Situation in Garmisch bezeichnete Prokurist Jürgen Bühl allerdings als „ganz anders als in Oberammergau. In Garmisch-Partenkirchen ringen wir mit Eigentümern, die schon oft ihre Flächen für Veranstaltungen hergegeben haben“. Allerdings müsse man diese von dem regionalen Nutzen möglicher vierter Olympischer Spiele auf deutschem Boden noch überzeugen.

SID

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