Michael Käfer: Aus der Traum vom Almdorf

Zumindest für den Münchner Gastronom Michael Käfer. Die Verhandlungen zum Projekt am Tegernsee sind gescheitert.
| Klaus Wiendl, Rosemarie Vielreicher
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Auf diesem Areal ist das Almdorf am Tegernsee geplant.
Az-Montage/dpa/Tegernseer Stimme (1) Auf diesem Areal ist das Almdorf am Tegernsee geplant.

Die Gespräche waren zäh, die Differenzen groß. Letztendlich zu zäh und zu groß: Der "Almdorf"-Traum vom Tegernsee ist vorbei. Jedenfalls für Feinkost-König Michael Käfer. Wie nun die Tegernseer Stimme schreibt, sind die Verhandlungen zwischen dem Münchner Gastronom, der auch Gut Kaltenbrunn am Tegernsee betreibt, und der Eigentümer-Familie Berghammer gescheitert.

Die Baugenehmigung für das ehrgeizige Almdorf-Projekt – 76 Betten in sieben Hütten, Hauptgebäude und Tiefgarage – liegt längst vor, es fehlt aber noch immer ein Investor.

Interesse "Wahnsinns-Blicks"

Bislang hieß es, dass Michael Käfer ganz vorne dabei sei. Vor einem Jahr sagte er der AZ, ihn würde das Projekt reizen, "allein schon wegen dieses Wahnsinns-Blicks".

Aber: Schon Anfang dieses Jahres standen die Verhandlungen plötzlich vor dem Aus. Wahnsinns-Blick hin oder her.

Käfer bestätigte der AZ gestern das Ende der Gespräche: "Ja, das ist richtig." Die Gründe: "Es ist momentan doch nicht so interessant für uns. Es ist kein einfaches Projekt, man müsste sich ganz stark darauf konzentrieren, um es gut hinzubekommen."

Er habe derzeit aber auch ein paar andere Projekte, daher nehme man nun Abstand, obwohl er die Almdorf-Idee weiterhin "toll" finde, so Käfer.

Abbruch der Verhandlungen in Einvernehmen

Immerhin soll der Abbruch der Verhandlungen in beiderseitigem Einvernehmen vollzogen worden sein, wie Projektentwickler Rainer Leidecker erklärt. Beide Seiten hätten ihre Gründe gehabt, umschreibt es Leidecker vage.

Damit verzögern sich die Almdorf-Planungen der Ernst Tengelmann Projekt GmbH erneut. Wer auch immer noch im Rennen ist, müsste Investor und Betreiber zugleich sein.

Projektentwickler Leidecker sagt, man wolle den Bewerber gemeinsam mit der Familie Berghammer auswählen, da sie das Erbbaurecht über 90 Jahre vergibt. "Die Berghammers sollen die letztendliche Entscheidung treffen, weil sie als Nachbarn damit die nächsten Jahrzehnte glücklich und zufrieden sein sollen." Bis dahin steht an der Stelle des geplanten Almdorfs das längst geschlossene Lokal "Bergschwalbe". Es soll erst abgerissen werden, wenn der Vertrag fürs Almdorf unterschrieben ist.

Und das könnte dauern.

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