Michael Frieser: Er fliegt schon heute nach Berlin

Der Bundestagsneuling weiß noch nicht, wo er in der Hauptstadt wohnen wird. Seinen bisherigen Job gibt er für die Parlamentskarriere auf
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Er packt seinen Koffer für Berlin: Den Flugplan in die Hauptstadt kennt Bundestagsneuling Michael Frieser, hier bei einem Wahlkampfauftritt mit seiner Parteifreundin Dagmar Wöhrl im Flughafen, bereits. Die bisherige Staatssekretärin bangt um ihr Amt, weil wohl die FDP das Bundeswirtschaftsministerium übernehmen wird.
bayernpress Er packt seinen Koffer für Berlin: Den Flugplan in die Hauptstadt kennt Bundestagsneuling Michael Frieser, hier bei einem Wahlkampfauftritt mit seiner Parteifreundin Dagmar Wöhrl im Flughafen, bereits. Die bisherige Staatssekretärin bangt um ihr Amt, weil wohl die FDP das Bundeswirtschaftsministerium übernehmen wird.

NÜRNBERG - Der Bundestagsneuling weiß noch nicht, wo er in der Hauptstadt wohnen wird. Seinen bisherigen Job gibt er für die Parlamentskarriere auf

Nein, eine Lieblingsviertel in Berlin hat er nicht. Und wo er in der Hauptstadt am liebsten wohnen wird, weiß Michael Frieser (45) auch noch nicht. „Ich werde mir halt ein Zimmer in einer Pension nehmen, wo ich meinen Koffer abstelle. Aus dem werde ich dann in den nächsten Monaten leben“, sagt der bisherige Chef der CSU-Fraktion, der mit 38,6 Prozent der Erststimmen das Direktmandat im Nürnberger Süden gewonnen hat. Auf Wohnungssuche wird er wohl im Regierungsviertel gehen. Da sind die Wege nicht so weit!

Seinen ersten, kleinen Koffer hat der Bundestagsneuling schon gepackt. Am Dienstag fliegt er nach Berlin. Dort tritt zunächst die CSU-Landesgruppe zusammen. Um 15 Uhr konstituiert sich dann die neue CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Zum Entspannen nach seinem Sieg ist Michael Frieser seit Sonntag kaum gekommen. „Um 8 Uhr musste ich meinen beruflichen Pflichten nachkommen. Die habe ich wegen des Wahlkampfs etwas schleifen lassen.“ Den Posten des Syndikus-Anwalts bei Wöhrl wird er aufgeben. „Aber meine Zulassung als freiberuflicher Anwalt behalte ich natürlich. Das ist ja meine Existenz!“

Seinen Lebensmittelpunkt sieht Frieser künftig weiterhin in Nürnberg. „Der Arbeitsplatz des Abgeordneten ist der Stimmkreis. Und sein Arbeitgeber sind die Wähler dort!“ In Berlin will er sich um die Themen Inneres, Justiz, Infrastruktur und Sicherung der kommunalen Finanzen kümmern. „Das liegt bei einem Juristen und Kommunalpolitiker nahe.“ Allerdings weiß er auch, dass er als Neuling wenig Ansprüche stellen kann. „Ich muss da schon die angestammten Plätze der Kollegen respektieren.“

Den Flugplan zwischen Nürnberg und Berlin hat er schon studiert. „Zum Glück gibt es vier Flüge am Tag. Das erleichtert die Arbeit ungemein!“ Und auch das Privatleben. „Meine Frau ist sicher nicht glücklich über meine Abwesenheit. Aber wir wissen beide, auf was wir uns eingelassen haben. Jetzt müssen wir halt unsere knappe gemeinsame Zeit noch besser planen.“ Michael Reiner

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