Machtkampf in der CSU: Maximale Unvernunft

Der Politikvize Clemens Hagen über den Machtkampf in der CSU und Manfred Weber.
| Clemens Hagen
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München - Politische Parteien sind seltsame Gebilde. Da verschanzen sich die Mächtigen hinter dicken Mauern, verordnen sich absolute Verschwiegenheit – und trotzdem kommt die Wahrheit ans Licht.

So ist es auch bei der CSU. Die Rolle, die der stille Manfred Weber in der Phalanx der Söder-Gegner spielt, scheint geklärt. Geschickt wäre ein Vorstoß des Niederbayern in Richtung Parteivorsitz allemal. Schon aus Proporzgründen, denn einen Mittelfranken als Ministerpräsidenten (Söder oder Herrmann) und den Verlierer dieses Duells möglicherweise als Parteichef, eine solche Konstellation kann sich in Altbayern niemand vorstellen.

Außerdem ist die Gefahr groß, dass man als Europapolitiker in Brüssel versauert. Es kann nicht jeder wie Martin Schulz plötzlich zum Kanzlerkandidaten und Parteichef gekürt werden.

Fest steht: In der CSU herrschen derzeit maximaler Machthunger – und maximale Unvernunft. Legt man die aktuelle Umfrage zugrunde, würde es für die Christsozialen bei einer Wahl nur noch zu einer Jamaika-Koalition oder einer GroKo reichen. Mit Ach und Krach.

 

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