Love-Scamming: Das Millionengeschäft mit der Liebe

Minister Eisenreich warnt vor den Tricks der Heiratsschwindler aus dem Internet.
| Ralph Hub
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Georg Eisenreich (CSU), Justizminister von Bayern warnt vor Betrügern im Internet. (Archivbild)
Georg Eisenreich (CSU), Justizminister von Bayern warnt vor Betrügern im Internet. (Archivbild) © Matthias Balk/dpa/Archivbild

München - Die Betrüger täuschen die große Liebe vor, um an das Geld alleinstehender Menschen zu kommen. Sie kontaktieren die Opfer auf Dating-Plattformen oder in sozialen Netzwerken wie Instagram und Facebook.

Das Betrügen ist fast schon ein Sport

Romeos werden die Täter von Ermittlern genannt. Viele von ihnen arbeiten von Westafrika aus, die Szene ist berüchtigt, Experten sprechen von der Nigeria-Connection. "Es sind vor allem junge Männer, für die es ein regelrechter Sport ist, sich an Frauen aus Europa heranzumachen", sagt Hans Kornprobst, Chef der Staatsanwaltschaft München I.

Es soll sogar Ausbildungscamps geben

Die Romeos wissen genau, was sie den Opfern erzählen müssen. Manche werden sogar in speziellen Ausbildungscamps geschult, eines soll in Burkina Faso existieren. Rund 550 Strafanzeigen gab es nach Angaben von Justizminister Georg Eisenreich in Bayern alleine 2020.

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Genau hinschauen ist wichtig

In München wurden von Januar bis Anfang Dezember 2021 insgesamt 73 Fälle mit einem Gesamtschaden von etwa 2,8 Millionen Euro angezeigt. Oft werden die Opfer mit intimen Fotos erpresst, die sie selbst den Tätern geschickt hatten. Vor allem männliche Opfer bringen sich mit intimen Fotos selbst in Schwierigkeiten.

Das Ministerium warnt: "Schauen Sie im Netz genau hin, wer Sie anschreibt. Ignorieren Sie Forderungen. Überweisen Sie kein Geld. Geben Sie keinerlei persönliche Daten von sich weiter."

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