Rezept: So gelingt der traditionelle Zwiebelkuchen

Landfrau Christl Penker verrät der AZ ihr Lieblingsrezept.
| Ramona Rangott
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Landfrau Christl Penker verrät der AZ ihr Lieblingsrezept
Landfrau Christl Penker verrät der AZ ihr Lieblingsrezept © Ramona Rangott

Landshut - Herbst ist Zwiebelkuchen-Zeit: Wenige Tage ist der Oktober erst alt und schon wird es in unseren Gefilden zunehmend kühler und regnerischer. Was gibt es da Besseres, als den Herbst auch kulinarisch mit einem frisch im Ofen gebackenen, herrlich duftenden Zwiebelkuchen einzuläuten? Landfrau Christl Penker aus Gessendorf verrät, wie die deftige Herbst-Köstlichkeit mit Sicherheit gelingt.

 

Zwiebelkuchen: Viele Zutaten braucht's nicht

Vorneweg: Wer sich spontan dazu entscheidet, das Rezept nachzubacken, braucht nicht viele Zutaten. "Es ist ein einfaches und günstiges Essen. Und es schmeckt sehr lecker", schwärmt Christl Penker. Die passionierte Bäckerin orientiert sich bei ihrem Zwiebelkuchen an einem 30 Jahre alten Rezept, das sie "irgendwo einmal aufgeschnappt" hat. Ein Vorteil für die Vielbeschäftigten ist dabei ganz klar: Es wird kein Hefe- sondern ein Quark-Öl-Teig verwendet - das Gehenlassen entfällt also und der Teig kann sofort weiterverarbeitet werden.

Für den Quark-Öl-Teig verrührt Christl Penker die Zutaten - 400 Gramm Weizenmehl, einen Teelöffel Salz, eineinhalb Päckchen Backpulver, zwei Eier, 250 Gramm Quark, acht Esslöffel Rapsöl und sechs Esslöffel Milch - mit ihrer Küchenmaschine zu einem glatten Teig.

Ist man mit der Teigkonsistenz zufrieden und lässt er sich problemlos von der Aufbewahrungsschüssel lösen, kommt er auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche. Christl Penker knetet ihn dann noch einmal kräftig per Hand durch und plättet ihn mit einer Teigrolle zu einer grob rechteckigen Form. Anschließend legt die Landfrau eine Fettpfanne mit dem Teig aus und geht mit einer kleineren Rolle an die Ränder, damit auch die Ecken ausgefüllt sind. Damit sich der beim späteren Backen nicht wölbt, sticht sie mit einer Gabel Löcher in der Teigboden.

 

"Die Fettpfanne ist wichtig, da sie höhere Ränder hat. So kann später der Sahne-Schmand-Guss beim Backen nicht auslaufen", erklärt Penker. Alternativ fühlt sich der Zwiebelkuchen auch in einer 27er-Springform wohl, dann sollten allerdings die Zutaten etwa um die Hälfte reduziert werden. Auch rät Penker dazu, eine geschlossene Springform zu verwenden.

So gelingt der perfekte Zwiebelkuchen

Ist der Teig in der Form, geht es an die Füllung. Penker verwendet dafür rund 250 Gramm klein gewürfelten geräucherten Speck vom Schweinebauch. Ohne Zugabe von Öl wird der Speck in der Pfanne angebraten und das Fett ausgelassen. Dann kommen 750 Gramm grob gewürfelte Zwiebeln hinzu, alles wird in der Pfanne vermengt und gedünstet, bis die Zwiebeln glasig werden. Die Speck-Zwiebel-Masse verteilt Christl Penker auf dem Teigboden.

Anschließend widmet sich die Landfrau dem Topping: Mit einem Schneebesen verrührt sie Sahne, Sauerrahm, einen Esslöffel Stärkemehl, zwei Eier und etwas Pfeffer zu einem Guss, den sie dann über der Speck-Zwiebel-Masse verteilt. "Den Guss auf keinen Fall salzen, da der Speck eh schon salzig ist und es später sonst zu sauer schmeckt", betont die Landfrau. Ist der Guss verteilt, streut sie zu guter Letzt noch Kümmel darüber ("dadurch werden die Zwiebeln bekömmlicher") und ein wenig Reibekäse.

 

Wird der Kuchen 25 bis 30 Minuten bei 200 Grad Ober-/Unterhitze gebacken und hat sich die Käsekruste goldbraun gefärbt, ist der Zwiebelkuchen fertig. Damit es fürs Auge noch schöner wird, schneidet die Landfrau den Zwiebelkuchen in kleine Dreiecke. "Bei uns gibt es den Zwiebelkuchen immer gerne bei größeren Festen am Abend. Es ist einfach ein guter Snack zu einem Glas Rotwein oder einer Halben Bier", sagt Christl Penker.

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