Mein neuer Freund Gabriel: Unterwegs mit dem Lastenrad

Endlich große Einkäufe transportieren oder die Kinder spazieren fahren ohne Auto? Das geht jetzt kostenlos mit dem neuen Lastenfahrrad.
| Claudia Hagn
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Im Lastenfahrrad finden alle Einkäufe Platz.
Im Lastenfahrrad finden alle Einkäufe Platz. © Christine Vinçon

Landshut - Gabriel wohnt an der Fleischbankgasse, ist ungefähr so groß wie ein jugendlicher Elefant und hat wahrscheinlich auch einen ähnlichen Wendekreis. Anders als mit einem jungen Elefanten kann man mit Gabriel aber Einkaufen fahren, Spazierfahrten machen, seine Kinder transportieren und so auf das Auto verzichten.

Gabriel ist das neue E-Lastenfahrrad, das die Stadt Landshut und die Kreisverbände des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) sowie des VCD (Verkehrsclub Deutschland) zur Verfügung stellen. Kostenfrei, ohne großen Aufwand und mit dem Hintergedanken, dass die Landshuter so kennenlernen können, wie es ist, sich quasi klimaneutral fortzubewegen. Gabriel - Namensgeber ist der kleine Gabriel, Protagonist in einem Kinderbuch von Marlene Reidel - kann auf der Homepage der Stadt Landshut gebucht werden. 

Gabriel wohnt im Rathaus. Dort kann man ihn abholen.
Gabriel wohnt im Rathaus. Dort kann man ihn abholen. © Christine Vinçon

Ein bisschen wackelig fährt sich Gabriel anfangs

Genau das habe ich gemacht; nach vier, fünf Klicks hatten das Rad und ich am Freitagmorgen ab 9 Uhr ein Date. Zuerst geht es in die Touristinfo im Alten Rathaus; dort zeige ich meinen Ausweis, bekomme ein Übergabeprotokoll und eine kleine Kiste samt Akku, Ladegerät, Schloss und Gebrauchsanweisung. An der Fleischbankgasse hole ich anschließend Gabriel ab, schließe ihn los, klicke den Akku ein und manövriere das Rad in die Altstadt. Es hat einen großen Wendekreis, viel größer als ein normales Rad.

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Ein bisschen wackelig fährt sich Gabriel anfangs, auf Nebenstraßen radle ich elektronisch unterstützt mühelos, aber bei Kopfsteinpflaster lautstark zu einem Supermarkt. Ich will endlich Getränke mit dem Radl kaufen - weil ich in der Altstadt wohne, ist das sonst recht mühselig. Vor meiner Wohnung in der Gasse kann man nicht parken, mit dem normalen Radl eine Getränkekiste zu transportieren, ist schier unmöglich.

Wenn ich ein Kind hätte, könnte es hinten auf der Bank sitzen.
Wenn ich ein Kind hätte, könnte es hinten auf der Bank sitzen. © Christine Vinçon

Lastenrad im Test: Gabriel ist ein toller neuer Freund

Gabriel parke ich gut abgesperrt vorm Supermarkt, nachdem ich ihn zwischen den Autos hindurch manövriert habe. Meine Einkäufe staple ich nach einem Großeinkauf ohne Probleme im Lastenkorb - Gabriel hätte sogar noch Platz für viel mehr Ware. Durch die Elektrounterstützung ist das zusätzliche Gewicht vorne kein Problem beim Heimfahren. Ich lade alles direkt vor der Haustür in meiner Gasse aus, fahre Gabriel zurück ins Rathaus, sperre ihn ab und gebe die Kiste samt Akku und Übergabeprotokoll wieder in der Touristinfo zurück.

Eineinhalb Stunden war ich unterwegs, mein Auto blieb stehen. Hat man sich einmal an das andere Fahrverhalten - Stichwort kleiner Elefant - gewöhnt, ist Gabriel ein toller neuer Freund. Und dass das Angebot kostenlos ist, macht ihn noch attraktiver.


Näheres auf der Homepage der Stadt unter der Adresse lastenrad.landshut.de

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