Landshuter Stadtbus wird zum Impfmobil umgebaut

Landrat Peter Dreier will den neuen Impfbus der Malteser einsetzen: "Wir müssen in die Fläche."
| Horst Müller
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Bis zu 300 Personen können in dem Bus täglich geimpft werden.
Bis zu 300 Personen können in dem Bus täglich geimpft werden. © Carina Weinzierl

Landkreis Landshut - Im Kampf gegen das Corona-Virus macht Landrat Peter Dreier jetzt mobil - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Neben dem Impfzentrum in Kumhausen-Preisenberg und den beiden bestehenden mobilen Impfteams soll nun in Kürze auch der neue Impfbus der Malteser im Landkreis Landshut zum Einsatz kommen. "Wir sind dabei, an einer flächendeckenden Lösung zu arbeiten", kündigte Dreier am Montagnachmittag bei der Sitzung des Kreisausschusses an.

Noch fehlt es an Impfstoff gegen das Coronavirus

Dass derzeit noch viel zu wenig Impfdosen geliefert werden, um zügig nicht nur die priorisierten, sondern auch alle anderen impfwilligen Landkreisbürger zu immunisieren, ist nach wie vor das Hauptproblem, das allerdings vom Landkreis weder zu verantworten noch zu ändern ist. "Momentan beklagen wir uns noch über den fehlenden Impfstoff. Wenn wir aber vielleicht in ein paar Wochen damit überschwemmt werden, dann müssen wir in die Fläche", gab Peter Dreier am Montag als Devise aus.

Laut Angaben des Landrats wurden im Landkreis Landshut bislang zwischen 2.500 und 3.000 Personen gegen das Corona-Virus geimpft. Damit die Zahlen rasch steigen, will Landrat Peter Dreier zusätzlich zum Impfzentrum und den mobilen Impfteams, die bislang vorwiegend Alten- und Pflegeheime aufgesucht haben, den Ende vergangener Woche erstmals präsentierten Impfbus der Malteser in seinen Landkreis lotsen.

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Der einstige Stadtbus wurde von einem Personenbeförderungsmittel zu einem "Fahrzeug der Hoffnung im Kampf gegen Corona" umgebaut, wie es in einer Pressemitteilung der bayerischen Malteser heißt. Als Impfbus-Projektleiter fungiert Thomas Haas, ehemaliger Leiter des Rettungsdienstes der Malteser in Niederaichbach und nunmehr Leiter Einsatzdienste Region Bayern/Thüringen.

300 Personen pro Tag können im Bus geimpft werden

In der Maximalauslastung können in dem Impfbus bis zu 300 Personen am Tag geimpft werden. Bis zu sieben Mitarbeiter und ein Arzt finden in dem Bus Platz. Die klassischen Sitzreihen sind Impfkabinen gewichen, Vorhänge bieten Privatsphäre, eine Untersuchungsliege befindet sich ebenfalls an Bord des Busses, der auch für Rollstuhlfahrer und Rollatoren geeignet und somit überall und für jeden einsetzbar sei.

Wenn sich der Impfbus auf den Weg macht, wird es nicht zuletzt auch auf die Gemeinden vor Ort ankommen, deutete Dreier an, denn im Idealfall sollten die Kommunen Turnhallen, Pfarrheime oder vergleichbare Räumlichkeiten bereitstellen, so dass im Bus alle drei Impfzimmer genutzt und die übrigen Stationen des Impfprozederes ausgelagert werden können.

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