Klinikum Landshut sucht neuen Geschäftsführer: Oppen nicht mehr angestellt

Klinikum Landshut: Die CSU plädiert für eine gemeinsame Geschäftsführung mit Lakumed.
| Stefan Klein
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War bis vor kurzem noch Geschäftsführer des Klinikums: Nicolas von Oppen. Nun wird ein Nachfolger gesucht.
AZ-Archiv War bis vor kurzem noch Geschäftsführer des Klinikums: Nicolas von Oppen. Nun wird ein Nachfolger gesucht.

Landshut - Nicolas von Oppen ist nicht mehr Geschäftsführer am Klinikum: Diese doch recht überraschende Wendung in Sachen Personal möchte die Landshuter Stadtrats-CSU in Verbund mit der Jungen Liste – Bürger für Landshut die dies als Chance in der Krise ergreifen – und plädiert für eine gemeinsame Geschäftsführung von Klinikum und Lakumed.

Grundlegend neu ist die Idee nicht. So hat die Landshuter Mitte im März das Modell einer "Muttergesellschaft" von Klinikum und Lakumed mit einer gemeinsamen, paritätisch besetzten Geschäftsführung ins Spiel gebracht. Diese Geschäftsführung solle ausloten, welche medizinischen Bereiche nur noch in einem Krankenhaus vorgehalten werden sollten, und mit den frei werdenden Kapazitäten Nischen in der Spitzenmedizin suchen.

Klinikum Landshut: Geschäftsführer Oppen wurde kurzfristig doch nicht übernommen

Eine mögliche Privatisierung möchte die CSU "unter allen Umständen verhindern", so Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier. Um die bestmögliche Gesundheitsversorgung in der Region zukünftig sicherzustellen, sei jedoch eine weitere Zusammenarbeit zwischen Lakumed und Klinikum erforderlich, ergänzt Fraktionschef Rudolf Schnur. Man wolle daher im Aufsichtsrat und Stadtrat für die Idee einer gemeinsamen Geschäftsführung werben und gleichzeitig den Landkreis mit Landrat Peter Dreier an der Spitze "bitten, zu überlegen, ob es nicht Sinn machen würde, zum jetzigen Zeitpunkt eine gemeinsame Geschäftsführung von Klinikum und Lakumed zu installieren", wie Dr. Thomas Haslinger ausführt. Das ist von einer gemeinsamen Geschäftsführung noch einigermaßen weit entfernt.

Und was sagt die städtische Seite? "Och Gott", entfährt es Grünen-Fraktionschef Stefan Gruber. Aufgabe sei es, endlich Ruhe ins Klinikum zu bringen. "Das erreiche ich nicht, indem ich eine ganz neue Geschäftsführung installiere." Vielmehr brauche es einen neuen Interimsmanager.

Es sei rechtlich wegen der unterschiedlichen Rechtsformen gar nicht möglich, eine gemeinsame Geschäftsführung zu etablieren – Lakumed ist ein Kommunalunternehmen, das Klinikum eine GmbH.

Landshut: Hauptaufgabe sei es erstmal, Ruhe ins Klinikum zu bringen

Dieses rechtliche Hindernis sieht auch Robert Mader, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler. Wichtiger als eine gemeinsame Geschäftsführung sei aber ohnehin das Tagesgeschäft. Im ehemaligen Verwaltungsdirektor André Naumann habe man übergangsweise einen "tüchtigen Mann", aber man brauche einen neuen Geschäftsführer. Klinikum und Lakumed hätten Jahrzehnte lang nebeneinander her gearbeitet; die Vorstellung, unter einem Dach zusammenzuarbeiten, "wird erst einmal ein Wunschtraum bleiben". Obwohl auf längere Sicht eine Fusion oder ein gemeinsames Haus mit Sicherheit vorstellbar wären.

Gegen Denkverbote spricht sich auch Robert Gewies aus, der für die SPD im Aufsichtsrat des Klinikums sitzt. Mittelfristig seien eine Fusion oder eine gemeinsame Dachgesellschaft auf jeden Fall Optionen. Er persönlich aber sehe die Chancen für eine Zusammenarbeit in naher Zukunft eher als gering an.

Die "Hürden" unterschiedlicher Rechtsformen sprechen auch CSU und JL/BfL in ihrer Mitteilung an. Entscheidend sei jedoch der politische Wille aufseiten von Stadt und Landkreis und nicht so sehr, "unter welchem Dach, auf welche Art und mit welchem Namen am Ende des Tages die engere Kooperation erfolgt", wie Bernd Friedrich (BfL) schreibt.

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