Kleines Theater in Landshut: Neues und Altbewährtes hinterm roten Buchstaben

Beim Kleinen Theater stehen neun Premieren auf dem Programm.
| Kerstin Petri
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Stellen das Programm vor (v.l.): Dramaturgin Ganna Madiar, Intendant Sven Grunert, Carola Feddersen, Pressesprecherin und Redaktion Kinder- und Jugendtheater, und Disponentin Monika Elsenhans.
Stellen das Programm vor (v.l.): Dramaturgin Ganna Madiar, Intendant Sven Grunert, Carola Feddersen, Pressesprecherin und Redaktion Kinder- und Jugendtheater, und Disponentin Monika Elsenhans. © Kerstin Petri

Landshut - Herausfordernde Zeiten liegen hinter dem Kleinen Theater. Nun blicken Intendant Sven Grunert und sein Team zuversichtlich der neuen Spielzeit entgegen, die am 17. September in Präsenz beginnt. Neun Premieren und zwölf Produktionen aus dem Repertoire umfasst das Programm.

Kleines-Theater-Intendant Grunert spricht von Entwertung der Kultur

Bei der Spielzeiteröffnung am Dienstag berichtete Grunert von einer Situation eines ständigen Vor und Zurücks, die bereits seit 20 Monaten anhalte. Über einen so langen Zeitraum immer in einer "Hab-acht-Stellung" zu sein, sei für Kulturschaffende sehr schwer. Grunert spricht von einer Entwertung der Kultur. "Der Schaden - auch der mentale -, der dadurch entsteht, tut der Kultur und unserem Zusammenleben nicht gut."

Unter diesen Voraussetzungen sei es nicht leicht, eine Institution wie ein Theater lebendig zu halten. Während des Stillstands habe man immer versucht, zu signalisieren, dass man präsent und aktiv ist.

62 gestreamte Vorstellungen in der vergangenen Spielzeit

Und das ist dem Kleinen Theater mit seiner digitalen Bühne gelungen. Als analoges Spielen während der Pandemie nicht möglich war, entwickelte man einen Ersatz. Daraus entstand die "k.digital-Bühne" mit dem Konzept, immer direkt und live von der Bühne zu übertragen.

In der vergangenen Spielzeit konnten 62 gestreamte Vorstellungen auf die Online-Bühne gebracht werden, 32 davon wurden direkt und live übertragen. "Über diesen Weg konnten wir den Kontakt zum Publikum aufrecht erhalten", so Grunert.

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"Die Wand" feiert am 17. September Premiere im Kleinen Theater

Der Plan für die kommende Spielzeit sieht vor, dass bis Januar 40 Besucher pro Vorstellung im Kleinen Theater zugelassen sind unter Einhaltung der 3G-Regel. "Es ist alles auf dem Weg, dass wir dem Publikum ein entspanntes und geruhsames Theatererleben garantieren können", verspricht der Intendant.

Los geht es mit der Premiere von "Die Wand" am 17. September, die bereits dreimal angesetzt, aber immer wieder verschoben worden ist. Was den Inhalt betrifft, passe das Stück sehr gut in unsere Zeit, so Grunert. "Es handelt von einer Person, die zu lernen hat, mit ihrer Isolation umzugehen und das als Weg zu sich selbst zu begreifen." Es folgt die Wiederaufnahmepremiere des Theaterklassikers "Medea" nach Euripides am 2. Oktober. Das Stück konnte nur wenige Male gespielt werden, was der Inszenierung nicht gerecht wird, wie Dramaturgin Ganna Madiar sagte. Grunert versuche in seiner Inszenierung, den herkömmlichen Ruf der Medea als rachsüchtiges Opfer in ein neues Licht zu stellen.

Online-Bühne wird auch weiterhin bestehen bleiben

Aus dem umfangreichen Repertoire wurden für die neue Spielzeit zwölf Wiederaufnahmen ausgewählt. Darunter "Homo Faber", "Der Vorname" und "Bilder deiner großen Liebe". Die Online-Bühne wird auch weiterhin bestehen bleiben. Die Premieren und Wiederaufnahmepremieren werden bis auf wenige Ausnahmen direkt und live von der Bühne online übertragen.

Auch im Bereich Kinder- und Jugendtheater ist einiges geboten. Zudem soll es ab 21. September eine Ausstellung mit dem Titel "Das Theater des Zeichners" des langjährigen Haus-Bühnenbildners Helmut Stürmer geben.


Das vollständige Programm sowie Online-Karten gibt es unter www.kleinestheater-kammerspielelandshut.de

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