Hund beißt Rehkitz tot: Polizei Landshut sucht Zeugen

Die Polizeiinspektion Landshut ermittelt wegen Jagdwilderei und eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.
| Kerstin Petri
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Weil das Rehkitz in diesem Alter noch keinen Fluchtreflex hat, war es vermutlich ein leichtes Opfer für den Hund.
Weil das Rehkitz in diesem Alter noch keinen Fluchtreflex hat, war es vermutlich ein leichtes Opfer für den Hund. © Polizei Landshut

Landshut - Ein Rehkitz ist vergangene Woche in Landshut-Achdorf auf einer Wiese zwischen dem Rosental und dem Buchberg von einem Hund zu Tode gebissen worden. 

Freilaufende Hunde: Gefahr für junge Wildtiere

Das teilte die Polizei am Dienstag mit und appelliert an die Hundehalter, ihre Vierbeiner nicht unbeaufsichtigt laufenzulassen und gegebenenfalls anzuleinen.

Solche Fälle von totgebissenen Wildtieren kommen immer wieder vor, sagt Günther Eggersdorfer, Vorsitzender der Kreisgruppe Landshut im Landesjagdverband Bayern. Die wenigsten Fälle werden jedoch öffentlich.

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Während der Setzzeit: Hunde bitte anleinen!

Dass Jungtiere Opfer von Hunden werden, passiere immer dann, wenn in der Setzzeit - zwischen April und Juni - Hunde frei laufengelassen werden. Ein Rehkitz läuft nicht weg, wenn Gefahr droht. "Es hat noch keinen Eigengeruch und glaubt, dass es nicht erwischt wird, und bleibt deshalb liegen", erklärt Eggersdorfer.

Bei jungen Hasen sei es ähnlich. Verletzte oder totgebissene Kitze ließen sich verhindern, wenn Hundebesitzer in der Setzzeit ihren Hund anleinen würden. "Oder Gemeinden erlassen für einen bestimmten Zeitraum, in der Jungtiere da sind und die Gefährdung besonders hoch ist, eine Leinenpflicht. Das betrifft drei, vier Monate im Jahr."

Totes Rehkitz: Polizei bittet um Hinweise

In Wiesen und an Waldrändern sei die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sich dort Jungtiere befinden. Ein Rehkitz wird zwei- bis dreimal pro Tag von der Mutter gesäugt. Die restliche Zeit bleibt es alleine liegen.

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Wenn man eines entdeckt, appelliert Eggersdorfer, soll man einfach weitergehen und nicht eingreifen. Denn wenn man es anfasst, bekommt es die Menschenwitterung und wird von der Mutter nicht mehr angenommen.

Im Fall des totgebissenen Rehkitzes in Landshut-Achdorf hat die Polizeiinspektion Landshut Ermittlungen wegen Jagdwilderei und eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Landshut unter 0871/92523800 zu melden.

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