FSME-Risikogebiet Landshut: Zeckenimpfung empfohlen

Zecken breiten sich auch in Landshut aus und können FSME übertragen. Davor kann man sich schützen.
| Kerstin Petri
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Zecken befinden sich meist im hohen Gras und warten auf einen Wirt.
Zecken befinden sich meist im hohen Gras und warten auf einen Wirt. © Pfizer Deutschland GmbH/dpa

Landshut - Coronaimpfungen liegen derzeit im Fokus der Aufmerksamkeit. Doch es gibt noch andere Impfungen, die vor gefährlichen Erkrankungen schützen können - wie die Zeckenimpfung. Sie schützt vor der von Zecken übertragbaren FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)-Erkrankung.

Region Landshut ist FSME-Risikogebiet 

Im Prinzip ist die FSME-Impfung für jeden sinnvoll, sagt Dr. Heribert Stich, Leiter des Gesundheitsamts Landshut. Gegen Borreliose und andere zeckenübertragende Infektionskrankheiten gibt es noch keine Schutzimpfungen.

Die Impfquote in der Region Landshut ist steigend, die Akzeptanz hat laut Stich in den vergangenen Jahren zugenommen, sie könnte aber noch höher sein. Da die Region Landshut ein FSME-Risikogebiet ist, sollte man sich impfen lassen, rät der Abteilungsleiter. "Es ist ein Eigenschutz, die Krankheit ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar."

Zeckenimpfung: Alle drei bis fünf Jahre auffrischen

Der beste Zeitpunkt für eine Zeckenimpfung ist im Frühjahr, aber auch jetzt ist es noch nicht zu spät, sich impfen zu lassen. "Man braucht eine Grundimmunisierung, damit man eine entsprechende Konzentration an Wirkstoff im Blut hat", sagt Stich. In der Regel sind das drei Impfungen (nach der ersten erfolgt die zweite vier Wochen später und die dritte nach einem Jahr), alle drei bis fünf Jahre sollten Auffrischungsimpfungen erfolgen, damit der volle Impfschutz gegeben ist.

Wie verträgt sich eine Zeckenimpfung mit einer Coronaimpfung?

Das sind Empfehlungen, aber der Grundsatz lautet: Es zählt jede Impfdosis. Stich: "Es ist immer noch ein Irrglaube, wenn die Grundimpfung oder Auffrischung nicht durchgängig gemacht worden ist, müsste man wieder von vorne anfangen." Das stimme nicht. Man wisse heute, dass das Immunsystem ein relativ langes Gedächtnis hat.

Was man hingegen zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht wisse, ist, wie sich eine Zeckenimpfung mit einer Coronaimpfung verträgt, ob und wie viel zeitlicher Abstand zwischen ihnen liegen sollte.

Bei dem Erreger, den Zecken übertragen, handelt es sich um einen Virus, das FSME auslöst. Diese Erkrankung kann zu einer Entzündung der Hirnhaut oder angrenzenden Hirngebieten führen, wobei es zu entsprechenden Ausfallerscheinungen oder Komplikationen kommen kann; bis hin zum Tod.

Zecken bevorzugen feuchtwarmes Wetter

Dieser und andere Erreger, die die Zecken durch Blutsaugen weitergeben, breiten sich laut Stich immer mehr aus, was wohl sicherlich auch mit den klimatischen Verhältnissen zu tun hat. Zecken bevorzugen feuchtwarmes Wetter. Sie befinden sich meist im hohen Gras, wo man sie abstreift.

Um sich zu schützen, sollte man deshalb lange, helle Kleidung tragen und nicht barfuß durch hohes Gras laufen. Nach dem Aufenthalt in der Natur sollte man den Körper absuchen, um Zecken frühzeitig zu finden, noch bevor sie sich festbeißen.

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