Frischer Wind in der Landshuter Gastro-Szene

Ein Getränkehandel, ein Fischbistro, eine neue Bar und eine Fast-Food-Kette: Was in Landshut neu eröffnet.
| Ingmar Schweder, Kerstin Petri
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Florian Eller und Angelina Oberprieler führen gemeinsam "Scott-Y - The Bottle Shop" an der Wittstraße.
Florian Eller und Angelina Oberprieler führen gemeinsam "Scott-Y - The Bottle Shop" an der Wittstraße. © Kerstin Petri

Landshut - In einer alten Autowerkstatt an der Wittstraße 14 hat nach einer gründlichen Renovierung ein neuer Getränkehandel aufgemacht.

Hinter "Scott-Y - The Bottle Shop" stehen zwei nicht ganz unbekannte Landshuter: die Geschäftsführer heißen Angelina Oberprieler und Florian Eller.

Wie Eller sagt, sei "Scott-Y - The Bottle Shop" eine Kombination aus Weinhandel mit Beratung, einem Geschäft für feine Spirituosen und Getränkemarkt - wobei sich "Scott-Y" beim klassischen Getränkemarktsortiment vornehmlich auf Produkte aus der Region Landshut spezialisiert hat. So wird im "Scott-Y" beispielsweise ausschließlich Bier von vier Brauereien aus der Stadt und dem Landkreis Landshut verkauft; die Fruchtsäfte haben es auch nicht weit.

"Scott-Y - The Bottle Shop":  Charme der alten Werkstatt erhalten

Gewollt breiter habe man sich dafür bei der Weinauswahl aufgestellt. Das Sortiment des Getränkehandels zieht sich durch das gesamte Erdgeschoss bis hinab in den extra ausgebauten Keller der alten Werkstatt, wo Kunden auch die edelsten Tropfen unter die Lupe nehmen können.

Den besonderen Charme der alten Werkstatt, das sagt Eller, habe man bei der Renovierung des Gebäudes unbedingt behalten wollen. Eller: "Zudem war uns das Thema Nachhaltigkeit sehr wichtig." So sind bei der Gestaltung des Betriebs aus alten Kohlefiltern der Werkstatt Lampen entstanden und aus ausrangierten Werkstattregalen neue Verkaufsflächen.

In die Altstadt 365 kommt demnächst Royal Donuts.
In die Altstadt 365 kommt demnächst Royal Donuts. © Kerstin Petri

Oberprieler: "Wir wollten den Getränkemarkt gemütlich gestalten, gleichzeitig sollte alles übersichtlich bleiben und Raum für Beratung anbieten." Und wer nur auf die Schnelle etwas mitnehmen will, kann sich oben sogar im Kühlraum bedienen.

Ein Transparent kündigt es bereits an: In der Altstadt 365 zieht demnächst die Fast-Food-Kette "Royal Donuts" ein. Aktuell steht das Ladenlokal bis auf eine Theke noch leer. Für Auskünfte, wann der Donut-Laden eröffnen wird, war am Montag niemand zu erreichen.

Eine Baustelle befindet sich noch in den Räumlichkeiten der Neustadt 524, Ecke Regierungsstraße, doch nicht mehr lange. Dort soll voraussichtlich in der letzten Novemberwoche "LA Meer" eröffnen. Dabei handelt es sich um ein Fischbistro, in dem man an der Theke Fisch kaufen, Fischgerichte mitnehmen oder an einem der knapp 30 Sitzplätze im Lokal verzehren kann.

Margarete Schneller und Stefan Schneller eröffnen Ende November "LA Meer" in der Neustadt.
Margarete Schneller und Stefan Schneller eröffnen Ende November "LA Meer" in der Neustadt. © privat

"LA Meer": Regionale Fische im Angebot

Geplant ist zunächst eine stille Eröffnung, Ende Januar/Anfang Februar soll eine offizielle Eröffnung folgen. Eigentlich sollte "LA Meer" bereits Anfang November eröffnen, die derzeitigen Lieferkettenprobleme in ganz Europa hätten aber dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Die beiden Geschäftsführer Margarete Schneller und ihr Sohn Stefan Schneller beziehen ihre regionalen Fische vor Ort, für See- und Meeresfische haben sie mehrere Anbieter, zwei davon in München sowie einen Großhandel. Damit seien sie in der Lage, alle zwei Tage frischen Fisch zu haben.

Die Minibar ist in die Altstadt 180 eingezogen.
Die Minibar ist in die Altstadt 180 eingezogen. © Willie Brandl

"Minibar": Experimentelle Zwischennutzung

Seit Samstag geöffnet ist im Nebengebäude des Moserbräu, Altstadt 180, die "Minibar", eine Mischung aus Tages- und Abend-Bar. Damit bringt Geschäftsführer Willie Brandl ein völlig neues Konzept nach Landshut.

Wie in Italien oder Frankreich kann man dort werktags ab 7.30 Uhr auf dem Weg zur Arbeit einen Espresso trinken, eine Kleinigkeit essen und Zeitung lesen. Ein To-Go-Geschäft gibt es nicht. "Bei uns hat das keine Tradition", sagt Brandl, der 25 Jahre als Fernsehjournalist gearbeitet hat und Erfahrungen im Bereich Gastronomie mitbringt.

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"Minibar" hat Platz für 20 Gäste

Brandl betreibt die Minibar zusammen mit einem stillen Teilhaber. "Wir sind zwei Jazzfans, die sagen, man muss vernünftige Musik im Hintergrund laufen haben." Diese reicht von Jazz, Blues bis Soul. Aufgelegt werden auch viele alte Platten und Raritäten, die auf beiden Seiten komplett durchlaufen. Das Vorbild dafür stammt aus Japan und nennt sich "Jazz Kissa". "Das ist ein dort verbreitetes Gastronomie-Modell, das man bei uns nicht kennt."

Von Donnerstag bis Samstag gibt es abends bis 24 Uhr ausgesuchte Weine und eine überschaubare Auswahl an Drinks. "Wir sind klein, wie der Name schon sagt." Das trifft auch für die Räumlichkeiten zu. Gerade einmal 20 Gäste haben in der Minibar Platz, in der 2G gilt.

Die Ausstattung ist rudimentär gehalten, da die Minibar als Zwischennutzung gedacht ist. "Sobald der Moserbräu renoviert wird, werden wir rausmüssen." Wann das sein wird, weiß Brandl nicht. Bis dahin will er schauen, ob das Konzept der Minibar in Landshut Anklang findet.

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