Ein Hamster auf großer Mission

Sara Brandhuber ist jetzt Autorin.
| Claudia Hagn
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Das ist Gustl: Er ist ein Hamster, der auf einer langen Reise erkennt, dass er auch ein wertvolles Lebenwesen ist.
Das ist Gustl: Er ist ein Hamster, der auf einer langen Reise erkennt, dass er auch ein wertvolles Lebenwesen ist. © Brandhuber

Landshut - Im Kopf von Sara Brandhuber gab es den dicken Hamster Gustl schon ziemlich lange.

2008 kam er geistig auf die Welt - damals ging Brandhuber aufs Hans-Leinberger-Gymnasium in Landshut und musste sich etwas für ihre Facharbeit im Leistungskurs Kunst überlegen. Heraus kam die Idee zu einem Kinderbuch mit der Hauptfigur eines etwas übergewichtigen Hamsters - damals jedoch noch auf Hochdeutsch und grafisch anders gestaltet.

Sara Brandhuber hat ein Kinderbuch geschrieben, weil sie wegen Corona nicht auftreten durfte.
Sara Brandhuber hat ein Kinderbuch geschrieben, weil sie wegen Corona nicht auftreten durfte. © Brandhuber

Aber Gustl war damals schon Gustl; und mittlerweile hat er es tatsächlich in ein echtes Kinderbuch geschafft. Sara Brandhuber, Kabarettistin und Musikerin, hat sich während Corona im vergangenen Jahr nämlich gedacht: Wenn schon alle Auftritte ausfallen, muss ich anderweitig kreativ werden.

Illustrieren statt Corona-Frust

"Ich wollte einfach nicht in ein Loch fallen", sagt sie. Und so zog sie ihre alte Facharbeit wieder heraus - und machte sich an die Arbeit, den Hamster in "Da Gustl findt sei Glück" erneut zum Leben zu erwecken.

"Ich hatte alle Dateien verloren, wollte mir zuerst einen Illustrator suchen. Doch als ich einen gefunden hatte, sagte der zu mir: Zeichne ihn doch einfach selber", erinnert sich Brandhuber. Sie setzte sich hin, übte ein paar Wochen - und dann kam Gustl zur Welt, so wie er schon seit Jahren in ihrem Kopf lebendig war. "Das ist wirklich bei mir die einzig positive Seite von Corona: Wäre das nicht gewesen, hätte ich es nie gemacht", sagt sie.

Eine Reim-Geschichte auf Bairisch 

Ein Jahr hat sie an Gustl, der seinen Namen vom Volksschauspieler Gustl Bayrhammer alias "Meister Eder" hat, getüftelt. Herausgekommen ist nun eine Reim-Geschichte auf Bairisch über eben jenen leicht moppeligen Hamster, der todunglücklich ist, weil er gerne ein richtig toller Hecht wäre.

Doch gerade, als er droht, in Selbstmitleid zu versinken, stolpert er ganz unverhofft in ein Abenteuer. Dabei lernt Gustl alles über die Bedeutung wahrer Freundschaft, Zusammenhalt und über die persönlichen Stärken und Schwächen eines jeden Einzelnen.

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Brandhuber war ein unzufriedenes Kind

Vor allem aber lernt er, sich selbst endlich so lieb zu haben, wie er ist. "Ich wollte eine Geschichte erzählen, dass jeder so ok ist, wenn er so ist, wie er ist", sagt Brandhuber über den Kern der Geschichte.

Sie sei selbst ein unzufriedenes Kind gewesen - "und es ist schade, dass viele so spät erst herausfinden, wie einzigartig sie eigentlich sind." Geholfen bei der Geschichte hat der zweifachen Mama ihr großer Sohn - zum Beispiel bekam der Schmetterling noch einen Bauchnabel.

Die erste Auflage ist schon zur Hälfte weg

Bairisch wurde das Buch übrigens, weil Brandhuber ihren Dialekt mag; und weil sie anderen Eltern helfen will, die ihren Kindern den Dialekt ebenfalls vermitteln wollen. Ab vier Jahren ist die Geschichte gedacht, Kleinere können sich aber auch schon die Bilder anschauen.

Drucken lassen hat Brandhuber erstmal 1.000 Stück - die Hälfte der ersten Auflage ist schon weg. "Aber vielleicht gibt es ja noch eine zweite Auflage", hofft die Kabarettistin.


Kaufen kann man "Da Gustl findt sei Glück" bei Bücher Pustet und bei Sara Brandhuber direkt über ihre Homepage.

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