Korruptionsaffäre: CSU droht Sauter mit Fraktionsausschluss

Die CSU-Fraktion will nächste Woche entscheiden, wie es mit dem ehemaligen Minister weitergeht. Der hat ein Ultimatum bis Sonntag, sich zu erklären.
| AZ/dpa
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"Konstruiert": Alfred Sauter weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück (Archiv).
"Konstruiert": Alfred Sauter weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück (Archiv). © picture alliance / dpa

München -Nach Bekanntwerden von Korruptionsermittlungen droht die Spitze der Landtags-CSU dem langjährigen Abgeordneten Alfred Sauter mit dem Rauswurf aus der Fraktion.

"Auf Beschluss des geschäftsführenden Vorstands prüft und berät die CSU-Fraktion über den Ausschluss Alfred Sauters", teilte die Fraktion am Freitag mit. Konkret werde dazu zunächst der gesamte Vorstand der Fraktion am Montag zusammenkommen.

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Bei entsprechendem Votum entscheide dann am Donnerstag die Gesamtfraktion über einen möglichen Ausschluss. Hierzu ist laut Fraktionsgeschäftsordnung eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig.

Gegen Sauter wird im Zuge der Korruptionsaffäre ermittelt

Die Generalstaatsanwaltschaft München führt gegen den 70-jährigen Sauter wegen eines Anfangsverdachtes Korruptionsermittlungen. Die Ermittlungen stehen in Zusammenhang mit dem Ankauf von Corona-Schutzmasken durch den Staat. Beamte des Bayerischen Landeskriminalamtes hatten am Mittwoch unter anderem Sauters Landtagsbüro durchsucht. Sauter bestreitet die Vorwürfe.

Fraktionschef Thomas Kreuzer gebe Sauter vorab noch einmal "Gelegenheit zur umfassenden Aufklärung", hieß es. Er habe Sauter "nochmals schriftlich aufgefordert, die gegen ihn von der Generalstaatsanwaltschaft erhobenen Vorwürfe bis Sonntag 12 Uhr plausibel und nachvollziehbar auszuräumen", teilte die Fraktion mit.

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