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"Komplett surreal": Politiker reagieren bestürzt auf Tod von Hubert Aiwanger

Nach dem Tod von Hubert Aiwanger melden sich zahlreiche Politikerinnen und Politiker zu Wort und würdigen den Freie-Wähler-Chef. Auch Wirtschaft und Gewerkschaften Trauern um ihn.
von  AZ/dpa
Es gibt große Anteilnahme aus der Politik nach dem plötzlichen Tod von Hubert Aiwanger.  (Archivbild)
Es gibt große Anteilnahme aus der Politik nach dem plötzlichen Tod von Hubert Aiwanger. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa

Hubert Aiwanger ist am Mittwoch im Alter von 55 Jahren überraschend gestorben. Politikerinnen und Politiker aus Bayern und Deutschland reagieren bestürzt auf den Tod des bayerischen Wirtschaftsministers und stellvertretenden Ministerpräsidenten (Freie Wähler). 

Markus Söder: "Wir sind alle zutiefst geschockt"

Markus Söder, Bayerns Ministerpräsident (CSU):
"Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger ist eine absolute Tragödie. Wir sind alle zutiefst geschockt. Unsere Gedanken sind nun zuerst bei seiner Familie und seinen Kindern. Wir trauern mit ihnen und beten für sie."

Ilse Aigner, Bayerns Landtagspräsidentin (CSU): 
"Mit großer Bestürzung und Fassungslosigkeit erreicht uns die Nachricht, dass der Staatsminister und stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger mitten aus dem Leben gerissen wurde. Sein völlig unerwarteter Tod ist ein schwerer Verlust für den Bayerischen Landtag und für die gesamte Politik in Bayern. Unsere Gedanken gelten seiner trauernden Familie: Ihnen gilt unser herzliches Beileid."

Martin Hagen: "Hubert Aiwanger wird der bayerischen Politik fehlen"

Katharina Schulze, Grünen-Fraktionschefin im bayerischen Landtag:
"Mit großer Bestürzung habe ich vom Tod Hubert Aiwangers erfahren. Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Angehörigen und allen, die ihm nahestanden. Ich wünsche ihnen in dieser schweren Zeit viel Kraft, Zusammenhalt und Trost."

Florian Streibl: "Viel zu früh aus dem Leben gerissen"
"Tief bestürzt, mit unendlich tiefer Trauer und Entsetzen müssen wir akzeptieren, dass unser Hubert Aiwanger viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde", teilte Fraktionschef Florian Streibl mit. "Bayern wird ohne ihn ein anderes sein." Streibl sprach von Menschlichkeit, Menschenliebe sowie Aiwangers Bürgernähe und seinem lösungsorientierten Handeln, das allen fehlen werde. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei seinen Kindern, Eltern, Partnerin und Angehörigen."  

Martin Hagen, FDP-Generalsekretär:
"Was für eine Tragödie. Hubert Aiwanger wird der bayerischen Politik fehlen. Seine Angehörigen haben mein tiefes Mitgefühl."

Cem Özdemir, Baden-Württembergs Ministerpräsident (Grüne):
"Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger bestürzt mich sehr. Er war ein streitbarer Politiker mit Ecken und Kanten, der für seine Überzeugungen kämpfte. Meine Gedanken sind bei seiner Familie und allen, die ihm nahestanden. Mein aufrichtiges Beileid!"

Andreas Scheuer: "Bayern verliert einen leidenschaftlichen Politiker"

Alice Weidel, AfD-Vorsitzende:
"Eine sehr traurige Nachricht: Der stellvertretende Ministerpräsident Bayerns und Bundesvorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, verstarb heute in Berlin. Meine Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Angehörigen und Freunden Aiwangers."

Andreas Scheuer, ehemaliger Bundesverkehrsminister (CSU):
"Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger macht mich tief betroffen. Bayern verliert einen leidenschaftlichen Politiker mit klaren Überzeugungen. Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden. Ruhe in Frieden, Hubert."

Wolfgang Kubicki, FDP-Bundesvorsitzender: 
"Mit großer Bestürzung habe ich von der Nachricht vom Tod Hubert Aiwangers erfahren. Mit seiner unkonventionellen und volksnahen Art hat er die politische Landschaft in Bayern geprägt und aufgemischt. Er war ein streitbarer Politiker, dessen Stimme und Persönlichkeit in der deutschen Politik fehlen werden. In diesen schweren Stunden gilt mein aufrichtiges Mitgefühl seinen Angehörigen und allen, die ihm nahestanden."

Digitalminister Mehring: Aiwangers Tod "komplett surreal"

Bayerns Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) hat mit tiefer Bestürzung auf den plötzlichen Tod seines Parteichefs Hubert Aiwanger reagiert. "Jetzt im Hotel zu sitzen und verstehen zu müssen, dass Hubert gestorben ist, fühlt sich komplett surreal an. Ich bin fassungslos und traurig, versuche zu funktionieren und wünsche seiner Familie von Herzen Beileid und viel Kraft", schrieb Mehring auf Instagram. 

Wie Mehring berichtete, hatte er Aiwanger noch am Mittag eine SMS geschrieben, weil die beiden Politiker zeitgleich in Berlin waren. Der Inhalt: "ob wir was zusammen Essen wollen". Wie die dpa erfuhr, hätte Aiwanger am Nachmittag bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros der Freien Wähler, deren Bundes- und Landesvorsitzender er ist, eine Rede halten sollen.

Als Mehring stattdessen gebeten worden sei, am Nachmittag krankheitsbedingt für Aiwanger einzuspringen, habe er dem Freie-Wähler-Chef eine gute Besserung gewünscht. Mehring sei "quasi von einem Schnupfen" ausgegangen, schrieb er auf Instagram. "Wir alle verdanken ihm so viel. Ruhe in Frieden, Hubert!"

Wirtschaft und Gewerkschaften trauern um Aiwanger

"Hubert Aiwanger war ein leidenschaftlicher Verfechter der Anliegen von Mittelstand, Industrie, Handel und Handwerk in unserem Land. Sein Tod ist ein großer Verlust für Bayern", sagte der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Bertram Brossardt, in München.

"Wir haben einen langjährigen Wegbegleiter und zuverlässigen Partner verloren." Der Freie-Wähler-Chef habe zudem großen Anteil daran, dass Bayern auch weiterhin von bürgerlichen Parteien regiert werde. Der 55-Jährige habe sich über die Maßen für den Freistaat verdient gemacht.

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Bayern reagierte bestürzt über die Nachricht vom Tod Aiwangers in einem Berliner Hotel am Mittwoch. "Hubert Aiwanger war seiner bayerischen Heimat tief verbunden und hat als Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Verantwortung für unser Land getragen", sagte der Vorsitzende des DGB Bayern, Bernhard Stiedl. 

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