Klose: Nürnberg bekommt in Cottbus "mit das schwerste Spiel"

Gegen Mitfavorit Wolfburg zeigt Nürnberg seine Klasse. Nun geht es gegen Aufsteiger Cottbus. Aber Coach Klose - der eine kuriose Vergangenheit mit dem FC Energie hat - warnt.
von  dpa
Ist mit seinen Nürnbergern bei Aufsteiger Cottbus gefordert: Trainer Miroslav Klose. (Archivbild)
Ist mit seinen Nürnbergern bei Aufsteiger Cottbus gefordert: Trainer Miroslav Klose. (Archivbild) © Daniel Karmann/dpa

Unter anderem eine Episode aus Spielerzeiten verbindet Miroslav Klose noch heute mit Energie Cottbus: die Rote Karte im März 2001. "Das war die einzige, die ich in meiner Karriere bekommen habe", erzählte der Ex-Stürmer. Der damals noch junge Profi des 1. FC Kaiserslautern musste in der Schlussphase wegen eines Revanchefouls vom Platz. Dies "passt eigentlich nicht zu meinen Werten, aber daraus habe ich sehr, sehr viel gelernt. Und dann ist mir das in 17 Jahren Karriere auch nicht mehr passiert", erinnerte Klose.

Mehr als ein Vierteljahrhundert später ist Klose erstmals als Trainer in der Lausitz gefordert. Mit seinem 1. FC Nürnberg will er beim Aufsteiger bestehen und den Platz in der Spitzengruppe der 2. Fußball-Bundesliga festigen.

Mentale Herausforderung bei "gewisser Euphorie"

Nach dem 4:4-Spektakel gegen Aufstiegskandidat VfL Wolfsburg stellt sich Klose am Freitagabend (18.30 Uhr/Sky) aber auf eine ähnliche komplizierte Herausforderung ein. "Auch wenn es mir keiner glaubt: Ich glaube, dass mit das schwerste Spiel auf uns zukommt", unterstrich der "Club"-Coach. 

Der Ex-Profi erwartet eine vor allem mentale Challenge. "Es wird ganz viel im Kopf entschieden. Wir haben die Messlatte selbst sehr hoch gelegt", meinte Klose. "Und die Messlatte ist oben geblieben. Und jetzt ist es so, dass uns jeder natürlich schlagen will. Darauf müssen wir vorbereitet sein." 

Mit einem Sieg in Brandenburg könnten die noch ungeschlagenen Nürnberger Platz zwei hinter der - ebenfalls am Freitag spielenden - Hertha aus Berlin festigen und ihre Ambitionen auf die Bundesliga untermauern. Vom Aufstieg sprechen die Franken zwar noch nicht offiziell. Aber "eine gewisse Euphorie" kann auch Klose nicht abstreiten und lobt seine Spieler und sein Team.

Was Klose gegen Cottbus erwartet

Nun gelte es aber, weiter zu überzeugen. "Wir müssen jeden Spieltag liefern", betonte der 48-Jährige. Cottbus sei eine gute und zielstrebige Mannschaft. Um dort zu bestehen, sei viel Energie gefragt, konkret "keinen Deut" weniger als in der zweiten Halbzeit gegen Wolfsburg, sagte Klose.

Gegen den Aufstiegsanwärter aus Niedersachsen hatte der "Club" zunächst ein 0:2 zur Pause in ein 3:2 gedreht, dann in einer wilden Nachspielzeit nach dem 3:3 und der 4:3-Führung den Sieg aber doch noch verpasst.

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