KI-Maßkrug sorgt für Wirbel auf Münchens Mini-Wiesn

Ein Dreifach-Maßkrug, ein Riesenrad mit Schlag und ein Schreibfehler – die KI hat beim Maßkrug für das Frühlingsfest mitgewirkt - das sorgt nun für Gesprächsstoff auf der Mini-Wiesn.
dpa |
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Der mit KI gestaltete Maßkrug mit der Aufschrift "Grüs Gott" statt "Grüß Gott" sorgt für Wirbel.
Der mit KI gestaltete Maßkrug mit der Aufschrift "Grüs Gott" statt "Grüß Gott" sorgt für Wirbel. © Lukas Barth-Tuttas/dpa
München

Sprachlich ist die KI meistens ziemlich fit - aber Bairisch scheint sie noch zu üben: Auf dem mit Hilfe künstlicher Intelligenz designten Maßkrug für das Münchner Frühlingsfest ist "Grüs Gott" zu lesen - es fehlt das "ß". Die Begrüßungsformel zieht das obligatorische Lebkuchenherz auf dem Krug. 

Zudem modellierte die KI ein Riesenrad mit leichtem Schlag, es hat eine Art Achter - und ein Pärchen, bei dem die Frau drei ineinander übergehende Maßkrüge hält. Mehrere Medien hatten darüber berichtet. Die "Süddeutsche Zeitung" witzelte, ob eine künstliche Intelligenz betrunken sein oder wenigstens so tun kann, als wäre sie es. 

Künstlerische Freiheit 

Man habe den Schreibfehler gesehen, sich aber trotzdem für den Entwurf entschieden, sagte die Sprecherin der Münchner Schausteller, Yvonne Heckl. "Es gibt eine künstlerische Freiheit." Der Entwurf einer Münchnerin habe von allen eingereichten Vorschlägen - darunter auch Dutzende von Kindern - am besten gefallen. Anders als beim offiziellen Wiesn-Maßkrug der Stadt München sei beim Maßkrug des Frühlingsfestes der Einsatz von KI nicht verboten. 

Von dem Krug gibt es laut Heckt nur 1.000 Exemplare. Er wird auch nicht verkauft, sondern nur verschenkt, etwa an Helfer. Das Frühlingsfest auf der Theresienwiese, mit seinen zwei Bierzelten oft Mini-Wiesn genannt, feiert heuer sein 60-jähriges Bestehen. Es startete am Freitag und dauert zum Jubiläum erstmals drei statt zwei Wochen, es endet am 10. Mai. 

Das Fest habe nichts mit dem Oktoberfest zu tun und sei auch nicht dessen Abbild, unterstrich Heckl. So viel Presse wie jetzt wegen des Kruges habe es selten geben: "Die Werbung ist unbezahlbar, die hätt' ich mir nie leisten können."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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