Keine Radikallösung für BayernLB zu erwarten

München (dpa/lby) - Der neue Chef der BayernLB bremst die Spekulationen über drohende Filettierung oder einen Verkauf der Landesbank. Bis zum Jahresende wolle der Vorstand dem Aufsichtsrat einen Strategievorschlag über die künftige Positionierung der BayernLB vorlegen, sagte der seit Monatsanfang amtierende Vorstandsvorsitzende Stephan Winkelmeier am Montagabend.
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Markus Wiegelmann, Finanzvorstand der BayernLB. Foto: Matthias Balk/Archivbild
dpa Markus Wiegelmann, Finanzvorstand der BayernLB. Foto: Matthias Balk/Archivbild

München (dpa/lby) - Der neue Chef der BayernLB bremst die Spekulationen über drohende Filettierung oder einen Verkauf der Landesbank. Bis zum Jahresende wolle der Vorstand dem Aufsichtsrat einen Strategievorschlag über die künftige Positionierung der BayernLB vorlegen, sagte der seit Monatsanfang amtierende Vorstandsvorsitzende Stephan Winkelmeier am Montagabend. Nach den Worten des obersten Landesbankers ist eine "Evolution, keine Revolution" zu erwarten. In den vergangenen Monaten hatte es Spekulationen gegeben, dass die BayernLB ihre profitable Online-Bank DKB verkaufen könnte, oder auch die Staatsregierung als Mehrheitseigentümer ihren Anteil verkaufen wolle.

Winkelmeier sagte zwar nicht, wohin die Reise gehen soll. Doch sind seine Worte klares Indiz, dass der Vorstand nicht an eine Radikallösung denkt. Die Bank könne ihre Zukunft aus einer "Position der Stärke" heraus planen, sagte er. Das bezieht sich darauf, dass die BayernLB im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von 822 Millionen Euro erzielt hatte - während viele andere Banken mit mageren Ergebnissen zu kämpfen haben.

Für die Staatsregierung sei die BayernLB nach dem Hofbräuhaus die zweitliebste Beteiligung, scherzte der Bankchef. "Wir arbeiten daran, dass wir an die erste Stelle kommen."

Neben Winkelmeiers Andeutungen gibt es weitere Anzeichen, dass die Staatsregierung die Landesbank nicht verkaufen will: Weder Ministerpräsident Markus Söder (CSU) noch Freie-Wähler-Chef und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sind als Anhänger einer Privatisierung bekannt.

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