Kaniber fürchtet Radikalisierungen von frustrierten Bauern

München (dpa/lby) - Bei Teilen der frustrierten Landwirte in Deutschland besteht nach Ansicht von Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber die Gefahr einer Radikalisierung. "Ein Teil der Bauernschaft erwartet von uns, dass wir zu hundert Prozent ihre Vorstellungen erfüllen.
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Michaela Kaniber (CSU) spricht vor einem Mikrofon. Foto: Tobias Hase/dpa/Archivbild
dpa Michaela Kaniber (CSU) spricht vor einem Mikrofon. Foto: Tobias Hase/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) - Bei Teilen der frustrierten Landwirte in Deutschland besteht nach Ansicht von Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber die Gefahr einer Radikalisierung. "Ein Teil der Bauernschaft erwartet von uns, dass wir zu hundert Prozent ihre Vorstellungen erfüllen. Das ist unmöglich. Man kann sich die Welt nicht so einfach gestalten, wie sie sich der eine oder andere Landwirt ausmalt", sagte die CSU-Politikerin den "Nürnberger Nachrichten" (Dienstag). Aufgabe der Politik sei es aber, tragbare Kompromisse zu finden.

Während die Mehrheit der Bauern für die Suche nach Kompromissen Verständnis habe, gebe es "leider auch eine Gruppe, die ihre Meinung über alles stellt und sich von Fakten nicht beirren lässt. Und da laufen wir Gefahr, dass sich das radikalisiert und vom rechten Lager unterwandert wird", betonte Kaniber.

Viele dieser sich radikalisierenden Bauern würden Parolen skandieren, die "eindeutig die Handschrift der AfD tragen", sagte Kaniber. So werde die EU grundsätzlich schlechtgeredet. "Die AfD redet den Bauern ein, dass sie auf das Geld der EU und weitere Subventionen nicht angewiesen seien und wenn sie es nicht nähmen, auch nicht an deren Richtlinien und Gesetze gebunden wären."

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