Juso-Landeschef: SPD-Vorsitzende müssen Doppelrolle auflösen

Nach der Schlappe in Rheinland-Pfalz kritisieren die Jusos den Kurs der Partei stark. Die Landeschefs aus Bayern und NRW rufen zur mehr Mut auf – und nehmen Klingbeils und Bas' Aufgaben ins Visier.
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Die SPD-Bundeschefs Bärbel Bas und Lars Klingbeil sind auch Teil der Bundesregierung – das schade der Partei, sagt ein Juso-Landeschef.
Die SPD-Bundeschefs Bärbel Bas und Lars Klingbeil sind auch Teil der Bundesregierung – das schade der Partei, sagt ein Juso-Landeschef. © Kay Nietfeld/dpa
Berlin

Nach der Wahlniederlage der SPD in Rheinland-Pfalz drängen auch zwei Landeschefs der Jusos auf einen Kurswechsel in der Partei. "Wir müssen mal anecken, uns was trauen. Statt Stimmung zu prägen, laufen wir Stimmung nach und geben den gesellschaftlichen Gestaltungswillen an der Garderobe ab", sagte der Juso-Vorsitzende in Bayern, Benedict Lang, dem "Tagesspiegel". Dafür verantwortlich seien auch die Doppelrollen der Bundesvorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil, die gleichzeitig als Minister Teil der Bundesregierung sind. "Diese Ämterhäufung ist eindeutig gescheitert und muss zeitnah aufgelöst werden."

Zuvor hatte schon der Juso-Bundesvorsitzende Philipp Türmer eine Neuaufstellung der SPD-Führung und einen größeren Fokus auf die ungleiche Verteilung von Vermögen gefordert. Auch Jung zog die Parteivorsitzenden bei Steuerreformen in die Verantwortung. "Wenn die SPD so selbstbewusst den Kampf gegen die Überreichen führen würde, wie Klingbeil seine Macht verteidigt, wären wir schon einen guten Schritt weiter", sagte er.

Juso-Chefin in NRW fordert Neuerfinden statt Reden

Ähnlich äußerte sich die nordrhein-westfälische Juso-Chefin Nina Gaedike. Dass die SPD beim Thema Bildung trotz eines beliebten Kandidaten und guter Konzepte in Rheinland-Pfalz nicht durchdringen konnte, zeige, dass die Partei ein größeres Problem habe. "161 Jahre alt wird man als Partei nur, wenn man sich immer wieder neu erfindet und nicht nur davon redet, dass man gebraucht wird", sagte sie dem "Tagesspiegel".

Statt Debatten über die Mitte zu führen, müsse die SPD Normalverdiener entlasten, forderte Gaedike. Dass Vermögen und Chancen in Deutschland ungleich verteilt seien, könne man ändern: "Wenn die SPD vom Reden endlich wieder ins Handeln kommt."

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