Jugendliche Steinwerfer: ICE-Strecke nach Nürnberg gesperrt

Jugendliche Steinewerfer: Wegen eines Polizeieinsatzes in Thüringen musste die ICE-Strecke zwischen Erfurt und Nürnberg am Freitagabend für gut fünf Stunden gesperrt werden.
| dpa
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Langenwiesen - Weil zwei Jugendliche einen ICE mit Schneebällen und Steinen beworfen haben, war die ICE-Strecke zwischen Erfurt und Nürnberg am Freitagabend wegen eines Polizeieinsatzes für gut fünf Stunden gesperrt.

Der Zug war auf der Schnellfahrstrecke von Erfurt in Richtung Nürnberg unterwegs, als der Triebfahrzeugführer den Einschlag bemerkte. Der Vorfall ereignete sich an der Nordeinfahrt des Tunnels Tragberg zwischen den Ortschaften Gehren und Langewiesen nahe Ilmenau. Der Triebfahrzeugführer leitete daraufhin eine Schnellbremsung ein und brachte den Zug zum Stehen.

 

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Daraufhin habe der Mann den Zug angehalten und nach Beschädigungen untersucht. "Außen an den Rädern fand sich Gesteinsmehl. Das lässt darauf schließen, dass möglicherweise Steine auf das Gleis gelegt wurden", erklärte der Polizeisprecher. Mit verringerter Geschwindigkeit sei der Lokführer bis Nürnberg weitergefahren. Die Reisenden seien auf andere Züge verteilt worden. Der Zug soll nun kriminaltechnisch untersucht werden. Zuvor hatte die "Thüringer Allgemeine" berichtet.
 

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Steinewerfer: Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr 

Nach Angaben der Deutschen Bahn wurden Züge umgeleitet. Für Reisende verlängerte sich die Fahrtzeit um etwa eine halbe Stunde, wie eine Bahn-Sprecherin sagte. Etwa ein Dutzend Züge waren demnach betroffen. Etwa 350 Reisende hatten zuvor den ICE 709 in Nürnberg verlassen müssen.

Angesichts der hohen Geschwindigkeiten der Züge mit bis zu 300 Kilometer pro Stunde auf der neuen Schnellstrecke kontrollierte die Polizei den Abschnitt weiträumig. Kurz nach 23Uhr gab sie Entwarnung: "Eine Anschlagsszenerie könne wir ausschließen", sagte der Polizeisprecher. 

Bei den Ermittlungen am Samstag stellte sich heraus, dass zwei Jugendliche (14 und 16 Jahre) aus der Region für die Tat verantwortlich sind. Gegen sie wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.

Lesen Sie hier: Messer-Attacke auf Frauen in Nürnberg - wo sind die Täter?

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