Joachim Herrmann will Hooligans für Polizeieinsätze zahlen lassen

Randalierer im Umfeld von Fußballspielen könnten zukünftig für Polizeieinsätze zur Kasse gebeten werden. Dies sieht ein Gesetz zur Neuordnung des Bayerischen Polizeirechts vor.
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Pyro-Ekstase: 1860-Ultras beim Amateurderby gegen den FC Bayern II 2014.
imago/Lackovic Pyro-Ekstase: 1860-Ultras beim Amateurderby gegen den FC Bayern II 2014.

München - Bislang kommt die Allgemeinheit für Polizeieinsätze auf, welche von randalierenden Hooligans verursacht werden. Mit einem Gesetz zur Neuordnung des Bayerischen Polizeirechts wird sich dies nun ändern.

"Bisher konnte es vorkommen, dass ein randalierender Hooligan, der mit seinem Verhalten klar nachweisbar einen Polizeieinsatz verursacht hat, nicht für dessen Kosten herangezogen werden konnte, nur weil etwa im späteren Strafverfahren nicht nachweisbar war, ob er selbst oder aber sein Mitverdächtiger im Pulk eine konkrete Straftat begangen haben", so Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. In Zukunft solle in solchen Fällen der nachweisliche Verursacher des Einsatzes die Kosten tragen.

Bislang zahlt ausschließlich der Steuerzahler für Einsätze der Polizei bei Fußballspielen. Beim FC Bayern sind beispielsweise pro Partie mindestens 200 Beamte im Einsatz, was mit rund 200.000 Euro zu Buche schlägt. Aufgrund der hohen Präsenz im Stadion verlagern viele der Krawallmacher ihre Prügeleien neben das Stadion. Immer wieder treffen sich Anhänger gegnerischer Teams auch zu abgesprochenen Schlägereien vor den Spielen. 

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