Innenminister Herrmann unterstützt Forderung nach Radschnellwegen

In den Niederlanden gehören sie zum Radler-Alltag, in Bayern stehen sie auf der Wunschliste von Fahrradverbänden ganz oben: Radschnellwege ohne lästige Ampel-Stopps. Auch der Innenminister hält sie für sinnvoll.  
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Innenminister Joachim Herrmann hält Fahrradschnellwege für eine gute Idee.
dpa/AZ Innenminister Joachim Herrmann hält Fahrradschnellwege für eine gute Idee.

In den Niederlanden gehören sie zum Radler-Alltag, in Bayern stehen sie auf der Wunschliste von Fahrradverbänden ganz oben: Radschnellwege ohne lästige Ampel-Stopps. Auch der Innenminister hält sie für sinnvoll. 

Nürnberg – Die Staatsregierung will Bayern radfreundlicher machen. Dazu kann nach Ansicht von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) auch der Bau von Radschnellwegen in Großstädten beitragen. „Wo solche zügigen und bevorrechtigten Trassen sinnvoll sind, sollten sie auch gebaut werden“, sagte er am Dienstag in Nürnberg. Diskutiert werden sie derzeit beispielsweise in München und Nürnberg.

Herrmann kündigte an, interessierte Kommunen bei den Planungen zu unterstützen. Sinnvoll seien solche Schnelltrassen vor allem dort, „wo viele Radler mit den gleichen oder nahe beieinander liegenden Zielen unterwegs sind“. Viele Radfahrer könnten dann schnell, sicher und komfortabel ans Ziel gelangen.

Herrmann stellte sich damit hinter entsprechende Forderungen der bayerischen Fahrrad-Lobby. Für Radschnellwege nach holländischem Vorbild hatte sich Anfang April die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern ausgesprochen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) fordert die Schnellwege schon länger.

Insgesamt will der Freistaat in den kommenden fünf Jahren rund 200 Millionen Euro in den Bau von Radwegen entlang von Bundes- und Landestraßen investieren, kündigte Herrmann an. Damit ließen sich rund 800 bis 900 Kilometer Radwege bauen.

Im Freistaat sind 50 Prozent aller Bundesstraßen und 30 Prozent aller Staatsstraßen mit Radwegen ausgestattet. Da es inzwischen an vielen stark befahrenen Überlandstraßen einen Radweg gebe, sei man dabei, die Kriterien für einen Ausbau etwas weiter zu fassen: „Musste eine Straße bisher täglich von mindestens 10 000 Autos befahren sein, könnten künftig auch schon mal 5000 Autos pro Tag für einen Radwegausbau ausreichen“, erläuterte Herrmann.

Der Minister begründete die Ausbauplanungen mit dem steigenden Anteil des Radverkehrs in den kommenden Jahren. Wegen der wachsenden Zahl von E-Bikes sei auch mit schnellerem Radverkehr zu rechnen.

 

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