In Bayern entsteht gerade eine der modernsten Brauereien in ganz Europa

Die Bio-Brauerei Riedenburger aus dem Landkreis Kelheim setzt aktuell ein Vorzeige-Projekt um: ein modernes Brauhaus ohne fossile Energien. Kürzlich sind die riesigen Energiespeicher angeliefert worden.
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Ein riesiger Energiespeicher kommt im Landkreis Kelheim an.
Ein riesiger Energiespeicher kommt im Landkreis Kelheim an. © Katrin Trattner/Riedenburger Brauhaus

Nachhaltigkeit. Ein Wort, das beim Riedenburger Brauhaus von Maximilian Krieger großgeschrieben wird. Die Brauerei aus dem Landkreis Kelheim (seit 1756, in achter Generation) will Bio-Bier brauen ganz ohne fossile Energien. Darüber hat die AZ bereits ausführlich berichtet.

Um an dieses Ziel zu gelangen, wurde neu gedacht und neu gebaut. Nach eigenen Angaben werde man damit "zu einer der modernsten Brauereien Europas". Passend zum Tag des Bieres (23. April) wurden drei großdimensionierte Energiespeicher geliefert und installiert.

Schon seit 1994 ist das Riedenburger Brauhaus eine komplette Bio-Brauerei. Nun hat man neu gebaut, um auch beim Energiebedarf noch mehr auf Nachhaltigkeit zu achten. In der Mitte ist der neue Energiespeicher am Kran zu sehen.
Schon seit 1994 ist das Riedenburger Brauhaus eine komplette Bio-Brauerei. Nun hat man neu gebaut, um auch beim Energiebedarf noch mehr auf Nachhaltigkeit zu achten. In der Mitte ist der neue Energiespeicher am Kran zu sehen. © Katrin Trattner/Riedenburger Brauhaus

Das Brauhaus teilt zu diesem Meilenstein mit: "Der größte Speicher ist rund zwölf Meter hoch, fasst etwa 55.000 Liter Wasser und kann rund 5000 Kilowattstunden thermische Energie aufnehmen."

Damit lasse sich Wärme in einer Größenordnung speichern, die "die Versorgung eines kompletten Produktionstages abbilden kann".

Eigene Photovoltaik-Anlage

Weiter heißt es aus Riedenburg: "Die Speicher werden vor allem dann beladen, wenn ausreichend Strom – größtenteils aus eigener Photovoltaik – zur Verfügung steht, und geben die Energie zeitversetzt im Brauprozess wieder ab."

Künftig werden verschiedene Technologien in Kombination eingesetzt: die Nutzung von Abwärme, die Speicherung von Energie, Wärmepumpen und die sogenannte Brüdenverdichtung – "weltweit erstmalig in dieser Kombination", so das Familienunternehmen.

Meilenstein in Riedenburg. Ein bisschen sieht es aus wie eine Rakete.
Meilenstein in Riedenburg. Ein bisschen sieht es aus wie eine Rakete. © Katrin Trattner/Riedenburger Brauhaus

Bereits im Februar waren 18 Biertanks sowie ein Trebersilo eingebaut worden. Die Behälter sind bis zu rund sieben Meter hoch und verfügen über ein Fassungsvermögen von jeweils bis zu 20.000 Litern. Wenig überraschend: Für die Installation brauchte es einen Kran, der sie durch die Dachluke ins Gebäude hob.

Lob vom Brauerbund und dem Wirtschaftsministerium

Das Projekt wird vom Bayerischen Energieforschungsprogramm gefördert. Sowohl das Wirtschaftsministerium von Hubert Aiwanger als auch der Bayerische Brauerbund hatten das Projekt bereits gelobt.

Geschäftsführer Maximilian Krieger hatte der AZ im April 2025 dazu gesagt: "Wenn wir hier ein Beispiel sein können, dann sind wir darauf schon stolz." Und: "Für uns als ökologischer Betrieb ist es wichtig, dass wir unseren Fußabdruck reduzieren und uns so nachhaltig wie möglich aufstellen. Das Ziel ist, dass wir die fossilen Brennstoffe komplett ersetzen."

Nach Auskunft einer Sprecherin soll das Sudhaus am 8. Juni 2026 in Betrieb genommen werden.

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  • Candid vor 2 Stunden / Bewertung:

    Es bräuchte sehr viele solcher Speicherbehälter um die durch Solaranlagen erzeugte Energie an Tagen wie heute (kein Werktag und zur Mittagszeit) speichern zu können.
    Anstatt diese Energie als Abfall für viel Geld ans Ausland zu entsorgen.

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  • Tango Fredy vor 3 Stunden / Bewertung:

    Hut ab!!!

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